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Peter Prevc (r) und sein Bruder Domen freuen sich über den Doppelerfolg.

Peter Prevc (r) und sein Bruder Domen freuen sich über den Doppelerfolg. © Urs Flueeler

Skispringen

Kein Podiumsplatz für DSV-Adler bei Prevc-Show

Das hat die Skisprung-Welt noch nicht erlebt. Beim Weltcup in Engelberg landen erstmals zwei Brüder auf Platz eins und zwei. Peter Prevc gewinnt vor dem sieben Jahre jüngeren Domen. Für die deutschen Springer ist auf dem Podium dieses Mal kein Platz.

Engelberg. Nach der historischen Skisprung-Show der Prevc-Brüder applaudierten auch die geschlagenen deutschen Adler. Mit dem Doppelerfolg beim Weltcup in Engelberg sorgten der slowenische Überflieger Peter Prevc und der erst 16-jährige Domen für ein Novum.

"Das ist sensationell", sagte Severin Freund und gratulierte. Der Weltmeister schaffte es in den Schweizer Bergen als Achter auch im 16. Anlauf nicht auf das Podium, das Richard Freitag auf Rang vier knapp verpasste. Neben den Prevc-Brüdern ließ sich der 43 Jahre alte Skisprung-Opa Noriaki Kasai aus Japan als Dritter feiern.

Das deutsche Spitzenduo hofft nun am Sonntag auf eine erfolgreiche Generalprobe für die Vierschanzentournee, in die Weltcup-Spitzenreiter Peter Prevc als Topfavorit geht. "Er springt im Moment sehr gut, deshalb hat er das Gelbe Trikot auch verdient", lobte Freund seinen Dauerrivalen. In der Gesamtwertung führt Prevc mit 464 Punkten vor dem letztjährigen Triumphator (359).

Nach Sprüngen auf 133 und 126 Meter lag Freund auf der von ihm ungeliebten Titlis-Schanze mehr als 30 Punkte hinter dem souveränen Sieger, der auf 139,5 und 134 Meter segelte. "Er hat das heute nicht so gut gemacht. Er hat den Absprung nicht gut erwischt. Das kann er deutlich besser", übte Bundestrainer Werner Schuster leichte Kritik an seiner Nummer eins.

Freund grämte sich nicht. "Ich bin hier schon deutlich schlechter gesprungen. Deshalb war es okay", meinte er und bilanzierte zehn Tage vor dem Tournee-Auftaktspringen: "Ich bin nicht der Topfavorit, aber man kann aus diesem Wochenende für die Tournee keine hundertprozentigen Schlüsse ziehen."

Hinter dem Sieger glänzte dessen sieben Jahre jüngerer Bruder Domen mit Weiten von 133,5 und 134 Meter. Dahinter schnappte Kasai Vorjahressieger Freitag Rang drei um 1,2 Punkte vor der Nase weg. "Der vierte Platz ist nicht ganz zufriedenstellend. Aber es geht bergan. Der Weg stimmt", resümierte der Sachse nach Sprüngen auf 132,5 und 128,5 Meter.

Andreas Wank als 16. und Stephan Leyhe auf Platz 23 sammelten erneut Weltcup-Punkte. Das gelang Andreas Wellinger nicht, denn der Team-Olympiasieger erwischte einen schwarzen Tag. Der 20-Jährige setzte bereits bei 120,5 Metern zur Landung an und schied als 34. aus. "Das tut weh", sagte Schuster. "Er will ein wenig mit dem Kopf durch die Wand. Aber das Grundniveau ist da."

dpa


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