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Martin Kaymer hat auf dem Kurs von St. Andrews eine gute zweite Runde gespielt.

Martin Kaymer hat auf dem Kurs von St. Andrews eine gute zweite Runde gespielt. © Facundo Arrizabalaga

Golf

Kaymer und Langer kämpfen gegen den Wind - Woods vor Aus

Der zweimalige Major-Sieger Martin Kaymer hat sich gegen den heftigen Sturm in St. Andrews gestemmt und kann im Mekka der Golfer am Wochenende zumindest eine Top-Ten-Platzierung in Angriff nehmen.

St. Andrews. Mit insgesamt 141 (71+70) Schlägen lag der 30-Jährige aus Mettmann am Freitag auf dem 24. Platz - sieben Schläge vom führenden Dustin Johnson (USA) entfernt. Kaymer gelangen fünf Birdies bei drei Bogeys. "Zuerst hat es bei mir etwas geklemmt, ich habe einige Putts zu kurz gelassen, weil die Grüns sich nach dem Regen sehr langsam spielen", sagte Kaymer, dem die dreistündige Verzögerung am Morgen gar nichts ausmachte: "Ich bin einfach länger liegengeblieben."

Auch Bernhard Langer (Anhausen/144) war zufrieden mit der 70, obwohl er bis Samstag um den Halbzeitcut bei seiner 30. Teilnahme bangen musste. "Ich habe heute keine schlechten Schläge gemacht, nur nicht ganz so gut geputtet", meinte der Routinier. Mithalten kann er wegen seiner taktischen Spielführung immer noch - auch wenn seine Abschläge nicht ganz so lang sind.

Der Ratinger Marcel Siem kann mit 145 (70+75) Schlägen mit ziemlicher Sicherheit die Koffer packen. "Es ist mein Fehler, ich habe zwischendurch geschlafen und dann nie meinen Rhythmus gefunden. Ich habe extrem schlecht gespielt", sagte der 35-Jährige. Nach seinem Abschlag um 6.30 Uhr Ortszeit war die erste Startgruppe zwar noch zum Grün marschiert, vor dem Putten wurde das Turnier aber gestoppt. Hunderte Helfer waren damit beschäftigt, die Wasserpfützen trockenzulegen. Siem kam danach nicht in sein Spiel, leistete sich fünf Bogeys bei nur zwei Birdies. Der Grund waren vor allem vier Drei-Putts auf den extrem großen und nassen Grüns.

"Ich war früh am Morgen fit und auf einen richtigen Kampf gegen Regen und Sturm vorbereitet", erzählte er. Den Start im strömenden Regen fand er grenzwertig, wollte den Organisatoren aber keinen Vorwurf machen. Nach der Pause wurde er geweckt, hatte nur 30 Minuten zur Vorbereitung und war dann völlig von der Rolle. Seine Abschläge waren okay, aber seinem kurzen Spiel fehlte die Präzision.

So wirkte er richtig verzweifelt, als er an der 17. Bahn einen Chipp aus dem hohen Gras zu kurz ließ und noch einmal neu ansetzen musste. Am letzten Loch fehlte ihm das Fortune bei einem kurzen Putt. "Das geht alles auf meine Rechnung. Es war eigentlich leicht zu spielen, als der Regen nachließ", meinte Siem.

Die besten Golfer ließen sich von den Wetterbedingungen nicht stören. Johnson führt mit einem Schlag vor dem Engländer Danny Willett. Gar nicht in die Spur fand am Abend Tiger Woods, dessen Runde nach elf Löchern bei insgesamt fünf über Par abgebrochen wurde. Er droht den zweiten Cut bei einem Major nacheinander zu verpassen - erstmals in seiner Karriere.

Einen würdigen Abschied 40 Jahre nach seinem ersten von fünf Titeln feierte der 65 Jahre alte Tom Watson von der Open. Trotz seines indiskutablen Resultats von Plus zwölf ließ sich der fünfmalige Open-Sieger feiern. Der Engländer Nick Faldo fand sich ebenso mit zehn über Par am Ende des Leaderboards wieder und wird schon am Wochenende seine eigentliche Tätigkeit als TV-Kommentator aufnehmen. Der dreimalige Sieger ließ offen, ob er im nächsten Jahr mit 58 Jahren noch einmal dabei sein wird.

dpa


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