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Marcel Siem spielte im Oak Hill Country Club zum Auftakt eine 73er-Runde.

Marcel Siem spielte im Oak Hill Country Club zum Auftakt eine 73er-Runde. © Larry W. Smith

Golf

Kaymer jubelt über Eagle und will als Elfter angreifen

Beim Eagle an Loch 13 riss Martin Kaymer die Arme hoch, schwenkte sein Basecap und jubelte gemeinsam mit den euphorischen Zuschauern bei der 95. PGA Championship.

Rochester. Mit einem Eisen acht traf Deutschlands bester Golfer den Ball aus 141 Metern beim dritten Schlag akkurat und lochte direkt an dem 550 Meter langen Par fünf ein. "Das hat mich fast in die Knie gezwungen. So viele Emotionen sieht man von mir ja nicht allzu oft, aber das war schon ein schöner Bonus - vor allem bei einem Major ist es besonders wertvoll, wenn mal ein langer Schlag rein geht", sagte Kaymer nach seinem hervorragenden 68-Schläge-Auftakt in Rochester/New York.

Der PGA-Championship-Sieger von 2010 lag vor seinem frühen Start am Freitag (Ortszeit) auf Rang elf nur drei Schläge hinter den Führenden Jim Furyk (USA) und Adam Scott (Australien). "Ich habe gutes Golf gespielt, zwei unter Par ist ein guter Start in ein Major", betonte der ehemalige Weltranglisten-Erste aus Mettmann. Mental stark zeigte er sich, als nach seinem Abschlag an der zwölften Bahn die Sirene zur Gewitterunterbrechung ertönte, er in den 71 Minuten Pause kurz etwas aß und danach Birdie, Eagle, Birdie hinlegte. Als der lange Putt auf der zwölften Spielbahn fiel, stieg sein Selbstvertrauen und ihm gelang anschließend das seltene Eagle.

Zwei Bogeys auf den letzten zwei Löchern verhinderten ein noch besseres Ergebnis zum Start des mit acht Millionen Dollar dotierten Turniers im Oak Hill Country Club. "Das kann passieren, das sind schwere Schlusslöcher", sagte Kaymer dem Internetportal "Golf.de". An der 17 lief sein Putt aus zwei Metern knapp am Loch vorbei, an der 18 verzog er den Drive und landete im dicken Rough, aus dem er nur chippen konnte. Probleme an der vorletzten Bahn hatte auch der nordirische Titelverteidiger Rory McIlroy, der mit dem Deutschen unterwegs war, sich aber über eine 69er Runde freute: "Unter Par zu spielen, ist ein guter Start in ein Major."

Tiger Woods strauchelte an seinem letzten Loch. Der Weltranglistenerste und Topfavorit aus den USA brauchte auf seiner Schlussbahn, einem 413 Meter langen Par-4-Loch, sechs Schläge und verspielte damit einen guten Auftakt. Mit 71 Schlägen lag der 14-malige Major-Sieger nur auf dem 50. Platz. Viele der insgesamt 30 000 Golf-Fans auf der weitläufigen Anlage waren Woods gefolgt und erlebten am Ende einen ziemlich schlecht gelaunten Branchenprimus.

Ähnlich ging es Publikumsliebling Phil Mickelson, der nach dem Doppel-Bogey und insgesamt 71 Schlägen schnurstracks auf die Driving Range marschierte und dort seinen Frust heraus ließ. Scott gelang an der Seite des smarten Linksschwingers aus den USA mit fünf Birdies in Serie der "Lauf seines Lebens". "Ich war zu Anfang unglaublich nervös", sagte der Masterssieger, "doch dann gelang mir die beste Serie, die ich je hingelegt habe. Die 65 war ein Traumstart".

Davon war der Ratinger Marcel Siem weit entfernt. Bei schwül-warmem Wetter am frühen Morgen musste der 33-Jährige nach einer schwachen 73er-Runde und Rang 91 um den Cut zittern. "Es nervt, wenn du in ein Major gehst und das Vertrauen zu deinen langen Schlägen plötzlich verlierst", meinte der mit seinen Abschlägen unzufriedene Rheinländer.

dpa


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