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Das deutsche Eishockey-Team muss heute gegen Weißrussland ran.

Das deutsche Eishockey-Team muss heute gegen Weißrussland ran. © Anatoly Maltsev

Eishockey

Kampf um WM-Viertelfinale: DEB-Team gefordert

Nach dem Spiel gegen Kanada war Eishockey-Bundestrainer stolz auf seine Auswahl. Doch die gute Leistung gegen den Titelverteidiger zählt schon am Freitag nicht mehr. Gegen Weißrussland steht ein Torhüter, der gerade erst eingeflogen ist, im Fokus.

St. Petersburg. Nur einen Tag nach dem 2:5 gegen Kanada steht für das deutsche Eishockey-Nationalteam bei der WM in Russland das nächste Spiel an. 

Gegen Weißrussland geht es heute (19.15 Uhr) in St. Petersburg um wichtige Punkte für den Platz im Viertelfinale. "Das ist unser großes Spiel" sagte Bundestrainer Marco Sturm.

DER GEGNER: Die Weißrussen erreichten 2015 und 2014 jeweils das WM-Viertelfinale. In der Weltrangliste belegen sie Rang neun, sind damit vier Plätze besser als die Deutschen. In St. Petersburg holte der Gastgeber der WM 2014 nach drei Niederlagen gegen Finnland, USA und Kanada am Mittwoch seinen ersten Sieg gegen die Slowakei. Ein 0:2 drehte das Team im Schlussdrittel zum 4:2. "Weißrussland hat eine sehr gute Mannschaft. Vielleicht haben sie noch nicht das beste Eishockey gespielt", urteilte Sturm.

DIE AUSGANGSLAGE: Die Chance auf den ersten Viertelfinal-Einzug seit 2011 ist weiterhin intakt. Daran hat die Niederlage gegen Kanada nichts geändert. Das Spiel gegen Weißrussland könnte vorentscheidend sein. "Wenn wir das Spiel nicht gewinnen, wird es schwierig", sagte der Wolfsburger Gerrit Fauser. Noch zwei Siege dürften aus den abschließenden drei Spielen zum Einzug in die K.o.-Runde genügen.

DIE STATISTIK: Die macht wenig Hoffnung. Von fünf WM-Partien gegen Weißrussland gewannen die Deutschen nur eine. Der Sieg datiert von 2007 (6:5). Im bisher letzten WM-Aufeinandertreffen verlor Deutschland vor zwei Jahren 2:5.

DER PROTAGONIST: Erst am Donnerstagvormittag flog NHL-Torhüter Thomas Greiss in St. Petersburg ein. Am Freitagabend wird er erstmals spielen und den Ingolstädter Timo Pielmeier ablösen. Gegen Weißrussland bestritt Greiss bei Olympia 2010 auch einen seiner letzten Einsätze im deutschen Nationaltrikot. Bei der 3:5-Niederlage parierte er damals nur zwölf von 17 Schüssen. "Das will ich nicht hören", sagte Sturm und lachte.

DAS SAGT DER TRAINER: "Das wird für uns eine heiße Aufgabe. Das ist bis jetzt das wichtigste Spiel in dem Turnier", sagte Marco Sturm.

DER AUSBLICK: Am Samstag haben die Deutschen spielfrei. Am Sonntag und Montag stehen die beiden letzten der sieben Vorrundenpartien gegen die USA und Ungarn auf dem Spielplan.

dpa


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