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Fußball

Kaiserslautern feiert Big Point im Aufstiegskampf

Auf der Suche nach einem Superlativ für die beste Saisonleistung des 1. FC Kaiserslautern sprach Stefan Kuntz angesichts des beeindruckenden 3:0 (1:0)-Heimsiegs gegen den 1. FC Köln von einem "Sahnetag".

Kaiserslautern. Die Pfälzer verdrängten den direkten Konkurrenten im Kampf um den Relegationsplatz der 2. Fußball-Bundesliga vom dritten Tabellenplatz.

"Heute ist einfach alles gelaufen, das ist für unser Selbstvertrauen enorm wichtig. Aber auf uns warten noch sechs Spiele, in denen wir genauso auftreten müssen", warnte Kuntz. Von einem vorweggenommenen Endspiel wollte der 50-Jährige trotz des Zwei-Punkte-Vorsprungs auf den Aufstiegsrivalen nichts wissen.

Allerdings muss Köln, das sich auf dem erstmals in dieser Saison mit 49 780 Zuschauern ausverkauften Betzenberg nahezu kampflos in die erste Niederlage seit 15 Spielen fügte, nun auf einen Ausrutscher der Lauterer hoffen, wenn es die "Roten Teufel" erneut überholen will. "Jetzt heißt es schütteln und durchpusten. Wenn diese Niederlage einen dauerhaften Knacks hinterlässt, dann hätten wir es eh nicht verdient, um den Aufstieg mitzuspielen", sagte Trainer Holger Stanislawski nach der merkwürdig passiven Vorstellung der Kölner.

Die erste Halbzeit hatte sich nahezu ausschließlich im Strafraum der Gäste abgespielt. Allein Mohamadou Idrissou vergab drei beste Gelegenheiten (20./21./32. Minute), ehe er im vierten Anlauf mit seinem 13. Saisontor zur 1:0-Führung für die Lauterer traf (41.). Danach drängte der FCK vehement auf den zweiten Treffer. Doch Mimoun Azaouagh setzte den Ball zunächst haarscharf über die Latte (44.), bevor Jan Simunek nach der Pause auf 2:0 erhöhte (50.).

Köln musste hingegen bis zur 63. Minute auf seine erste Chance durch Mato Jajalo warten, die FCK-Torwart Tobias Sippel herausragend parierte. Ohne selbst nochmals großen Druck nach vorne aufbauen zu können, musste der ehemalige Angstgegner der Pfälzer zehn Minuten vor Schluss den dritten Gegentreffer durch Idrissou hinnehmen (79.). Der Kameruner hatte schon beim 3:3 im Hinspiel doppelt getroffen und machte seine Vorankündigung ("Wenn mich die Kölner sehen, bekommen sie Kopfschmerzen") damit mehr als wahr. Die Westkurve der Lauterer sang danach "Einer geht noch rein" und verabschiedete sich geschlossen mit Taschentüchern winkend von den Kölnern.

Die Anhänger des Verlierers lieferten hingegen eine Performance mit Seltenheitswert, die selbst FCK-Trainer Franco Foda Respekt abrang. "Mich haben heute drei Dinge beeindruckt: Meine Mannschaft, die Atmosphäre im Stadion und die Fans des Gegners. Wie die ihre Mannschaft trotz der Niederlage angefeuert haben, war überwältigend", sagte der 46-Jährige, warnte aber vor übertriebener Euphorie: "Das hier war noch kein Endspiel. Unsere zwei Punkte müssen wir in den letzten sechs Spielen jetzt mit Haut und Haaren verteidigen".

Kaiserslautern hatte in der Rückrunde zahlreiche Punkte liegen lassen und einen zeitweiligen Elf-Punkte-Vorsprung auf die Rheinländer verspielt. Am kommenden Montag kann es seine neue Stärke im Auswärtsspiel bei Erzgebirge Aue beweisen, während der 1. FC Köln tags zuvor zu Hause auf den VfR Aalen trifft.

dpa


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