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Die deutschen Hockey-Herren feiern den Einzug ins EM-Finale und ihren Torhüter.

Die deutschen Hockey-Herren feiern den Einzug ins EM-Finale und ihren Torhüter. © Hannah Mckay

Hockey

Hockey-Herren im EM-Finale - nun gegen Niederlande   

Das war nichts für schwachen Nerven. Im Penaltyschießen rettete Torhüter Jacobi den Einzug ins EM-Finale. Dort treffen die Deutschen am Samstag auf den Erzrivalen Niederlande.

London. Deutschlands Hockey-Herren haben dank Torhüter Nicolas Jacobi ihre vierte EM-Endspielteilnahme in Serie geschafft. In einem hochklassigen Halbfinale in London setzte sich der Titelverteidiger nach hartem Kampf gegen Gastgeber England im Penaltyschießen 3:2 (2:2, 1:1) durch.

Der Hamburger Keeper wehrte zwei Penaltys ab, ein Schuss der Engländer landete am Pfosten. Im Finale trifft der achtmalige EM-Champion Deutschland am Samstag auf den Erzrivalen Niederlande, der knapp, aber verdient 1:0 gegen Außenseiter Irland gewonnen hatte.

"Ich bin glücklich, dass ich den entscheidendenden Penalty reingetan habe, aber ich habe nur meinen Job gemacht", sagte Mats Grambusch, der im Nervenspiel den Ball zum 3:2-Endstand eingeschossen hatte. Und Matchwinner Jacobi reagierte so cool, wie er gehalten hatte: "Die Engländer haben uns es nicht leicht gemacht, aber wir haben verdient gewonnen."

Im Klassiker gegen die Briten, denen die Deutschen in den bisherigen vier EM-Halbfinal-Vergleichen stets das Nachsehen gegeben hatten, beharkten sich beide Widersacher von Beginn an. Angefeuert von den meisten der 5000 Fans bauten die Gastgeber immensen Druck auf und drängten den Gegner weit zurück. Kapitän Martin Häner & Co. setzten auf weite Pässe und schnelle Konter - so kam eine interessante Partie zustande, in der sich beide Torhüter wiederholt auszeichnen konnten.

Ein Abspielfehler von Martin Zwicker, den die Hintermannschaft um Geburtstagskind Häner (27) nicht mehr ausbügeln konnte, führte zum Rückstand durch ein Abstaubertor von Mark Gleghorne (20.). Die Deutschen aber wehrten sich und hätten durch Christopher Rühr (25.) sogar in Unterzahl beinahe ausgeglichen. Dann machte 15 Sekunden vor der Halbzeitsirene Zwicker seinen Fehler wett, als er eine schöne Kombination mit dem verdienten Ausgleichstreffer abschloss.

Nach dem Wechsel hielt Torhüter Jacobi die Deutschen zunächst im Spiel, in dem die Aktionen immer wieder hin- und hergingen. Da aber beide Abwehrreihen gut standen, gab es wenige klare Torchancen. In der Schlussphase brachte Lukas Windfeder (57./Strafecke) die Deutschen in Führung. Die allerdings hielt nicht lange: Per Siebenmeter brachte Ashley Jackson (59.) England ins Penaltyschießen, in dem Deutschland dank Jacobi am Ende jubeln durfte.

dpa


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