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Die Spanierin Rocio Ybarrai (r) scheitert an der deutschen Keeperin Kristina Reynolds.

Die Spanierin Rocio Ybarrai (r) scheitert an der deutschen Keeperin Kristina Reynolds. © Kai Foersterling

Hockey

Hockey-Damen nach Viertelfinal-Krimi auf Olympia-Kurs   

Die deutschen Hockey-Damen stehen bei der World League in Valencia im Halbfinale und haben damit das Ticket für die Olympischen Spiele 2016 so gut wie sicher. Das Team von Bundestrainer Jamilon Mülders gewann sein Viertelfinale gegen Spanien dank Torfrau Kristina Reynolds und der nervenstarken Siegtorschützin Franciska Hauke mit 3:2 (1:1/0:0) im Penaltyschießen und ist damit praktisch am Ziel.

Valencia. l. Denn die Top-Drei von Valencia qualifizieren sich direkt für Rio 2016, der Vierte rückt höchstwahrscheinlich über die Weltrangliste nach. Am Samstag spielen die Europameisterinnen gegen Großbritannien um den Einzug in das World-League-Finale.

"Ich kann es kaum glauben, dass wir noch gewonnen haben. Aber wir sind cool geblieben und jetzt alle total happy", sagte die im Shootout gleich zweimal erfolgreiche Hauke. Dabei lagen die Deutschen schon 0:2 hinten. Doch die Hamburger Torfrau Reynolds wuchs über sich hinaus und wehrte bis auf einen Versuch, der über das Tor ging, jeden weiteren Schuss ab.

Das war ein verdientes Happy End gegen die Spanierinnen, denen sie sich im April auf der iberischen Halbinsel in drei Tests dreimal geschlagen geben mussten. Denn Spielführerin Hannah Krüger & Co. waren über weite Stecken spielbestimmend. Doch wie gegen Südafrika (0:0) vor zwei Tagen ließ die Chancenverwertung zu wünschen übrig: Gleich fünf deutsche Strafecken blieben ungenutzt, jedoch parierte auch Torfrau Maria Lopez mehrmals stark. Da die Gastgeberinnen kaum gefährlich vor das Gehäuse von Kristina Reynolds kamen, ging es torlos in die Pause.

Nach dem Wechsel musste die Hamburgerin nach Abwehrfehlern zweimal kurz nacheinander rettend eingreifen (35.). Gegen Lola Rieras Siebenmeter (42.) war sie dann aber chancenlos. Mülders forderte seine Damen zu aggressiverem Spiel gegen den konterstarken Gegner auf. Das wurde belohnt mit dem 1:1 durch Eileen Hoffmann (52.). Als dann Reynolds und Hauke die Nerven bewahrten, durfte gejubelt werden.

dpa


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