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Boxen

Heimspiel! 
Er liebt den 
Maschsee

Das Duell Aug in Aug endete, sagen wir: unentschieden. Weltmeister Arthur Abraham und Herausforderer Martin Murray fixierten sich, nur jeweils einmal ging der Blick runter zum Mund des Gegners und wieder rauf. Gestern lieferten sich die Boxer dann auch noch den ersten (verbalen) Schlagabtausch, um für den WBO-WM-Fight im Super-Mittelgewicht am 21. November in der Tui-Arena zu trommeln. NP-Redakteur Simon Lange sprach danach noch mit Abraham.

Hannover. Arthur Abraham, Sie boxen erstmals in in Hannover. Freuen Sie sich schon?
Sehr sogar. Ich habe hier sehr viele Fans und auch Freunde und Verwandtschaft. Ich bin regelmäßig hier. Zwei- bis dreimal im Monat. Es ist quasi ein Heimspiel für mich.
Was mögen Sie an Hannover?
Vor allem den Maschsee. Ein wunderbarer, sehr entspannter Ort, den ich sehr zu schätzen weiß.
Ende 2009 haben Sie gesagt, Sie würden noch fünf Jahre boxen, dann sei Schluss. Wird der Kampf gegen Martin Murray also ihr letzter?
Nein. Damals habe ich mir gesagt, dass ich mit 35 aufhöre. Aber mein Leben ist so langweilig ohne Sport. Also habe ich meine Verträge um zwei weitere Jahre verlängert. Bis ich 37 bin. Ich boxe nicht wegen des Geldes. Ich bin komplett abgesichert. Aber das Leben macht einfach keinen Spaß ohne die Schinderei, ohne den Schweiß. Ich brauche das. Diese Energieschübe. Diese Quälerei. Diese Müdigkeit nach dem Sport.
Sie haben ja auch noch keine Frau, die Ihnen sagt: „Hör auf mit dem Quatsch. Lass dich nicht mehr verprügeln!“
Nein. Noch nicht. Aber ich werde bald heiraten. Nächstes Jahr.
Oh, sehen wir dann Ihre Zukünftige am Ring in Hannover?
Da noch nicht. Aber danach.
Was macht eigentlich Ihr Kiefer? Nach dem letzten Sieg gegen Robert Stieglitz war er schon wieder angeknackst.
Alles gut. Zum Kampf werde ich fit sein. Einen Zahn muss ich noch schleifen lassen. Und einen neuen Mundschutz brauche ich noch.
Spielt das im Kopf eine Rolle, dass Ihr Kiefer so anfällig ist? Haben Sie Angst vor einem erneuten Bruch?
Nein. Das muss ich aushalten.Ich bin ein Mann!
Haben Sie eigentlich noch Ihr Kaninchen namens Max Schmeling?
Klar. Im Garten gehe ich immer noch mit ihm spazieren. Ich habe auch einen Hund. Ich liebe Tiere, die tun mir gut.


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