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Nach dem Qualifying ergibt sich das gewohnte Bild der drei Schnellsten mit Rosberg (2), Hamilton (1), Vettel (3).

Nach dem Qualifying ergibt sich das gewohnte Bild der drei Schnellsten mit Rosberg (2), Hamilton (1), Vettel (3). © Valdrin Xhemaj

Motorsport

Hamilton verhindert wieder deutsche Reihe eins

Wieder Hamilton vor Rosberg, wieder Vettel und Räikkönen dahinter. Und wieder keine Qualifikation, die die Fans besonders entzückte. Für das Rennen der Formel 1 an diesem Sonntag in Bahrain muss das aber nichts heißen. Es wird vor allem ein Strategiepoker.

Sakhir. Lewis Hamilton hat mit seiner "sexy Runde" schon wieder eine deutsche erste Startreihe verhindert. Nico Rosberg zeigte sich nach seiner "gefühlten Pole" aber ebenso zufrieden wie Sebastian Vettel, der im Ferrari in der Qualifikation zum GP von Bahrain auf den dritten Platz fuhr.

"Wir sind immer noch nicht, wo wir sein wollen, aber wir wissen, was wir machen müssen", betonte der viermalige Formel-1-Weltmeister und Mercedes-Herausforderer. Auf den vierten Startrang fuhr sein finnischer Ferrari-Mitstreiter Kimi Räikkönen.

Damit ist dieselbe silber-rote Start-Formation perfekt wie zum Auftakt in Australien. Wieder wurde in dem neuen Modus die K.o.-Ausscheidung bestritten, und wieder herrschte kaum Übersicht, aber auch nur wenig Spannung und Action. "Der Modus ist nach wie vor ein Griff ins Klo, der gehört abgeschafft", polterte Mercedes-Teamaufsichtsratschef Niki Lauda.

Wie schon in Melbourne herrschte genau dann Ruhe auf der Strecke, als es sonst im Kampf um die Pole immer hoch her ging und jeder Fahrer versuchte, in den letzten Sekunden die Bestzeit noch mal zu unterbieten. An diesem Sonntag wollen sich die Verantwortlichen erneut zusammensetzen und beraten.

Die Fahrer traf keine Schuld. Rosberg trennten nur 77 Tausendstelsekunden von Startposition eins. "Lewis hatte eine tolle Runde", musste er konstatieren. "Ich hatte eine gute Runde, hat sich wie die Pole angefühlt. Aber das war eben nicht der Fall", meinte der gebürtige Wiesbadener, der als WM-Spitzenreiter nach seinem Sieg in Melbourne - von Startplatz zwei aus - in das Rennen an diesem Sonntag (17.00 Uhr) startet. Seit vier Grand Prix ist Rosberg bereits ungeschlagen, für ein Novum kann aber Titelverteidiger Hamilton sorgen.

Er siegte 2014 und 2015 unter dem Flutlicht in der Wüste von Sakhir. Gelingt es ihm auch in diesem Jahr, schafft er als erster den Hattrick in Bahrain. Nach Problemen im Training, das am Freitag Rosberg, am Samstag Vettel auf Rang eins abgeschlossen hatte, stellte der Brite Hamilton nach seiner 51. Pole erfreut fest: "Die letzte Runde war die beste, die erste gute dieses Wochenende eigentlich."

Er hofft nun wie Rosberg auf einen besseren Start als in Australien. Dort waren Vettel und auch Räikkönen zunächst an ihren vorbeigerast. "Hoffentlich können wir einen ähnlich guten Start haben wie in Melbourne", betonte Vettel daher bereits. Zum Auftakt war er letztlich Dritter hinter Sieger Rosberg und Hamilton geworden.

Mitentscheidend wird auf dem 5,412 Kilometer Bahrain International Circuit die Rennstrategie sein und wer wann welche Reifen aufziehen lässt. Eine Safety-Car-Phase wie in Melbourne nach dem schweren Unfall von Fernando Alonso - der Spanier bekam aus gesundheitlichen keine Startfreigabe für Bahrain - kann aber sämtliche Taktiken wieder über den Haufen werden. Generell gilt der Kurs in der Sakhir-Wüste aber als strapaziös für die Reifen, der Asphalt ist sehr rau, der auf die Strecke gewehte Sand mindert den Grip.

Als am Samstag um dieselbe Uhrzeit wie der Rennstart die Qualifikation begann, wollten alle so schnell wie möglich auf die Strecke. Zumindest ein bisschen zeichnete sich der Dreikampf Rosberg, Hamilton und Vettel ab.

Wie schon bei seinem ersten Grand Prix vor zwei Wochen in Australien schaffte es der 21 Jahre alte Pascal Wehrlein im Manor nicht in die zweite K.o.-Runde. Der DTM-Champion belegte Platz 16. Nach dem neuen Modus scheiden nicht mehr die letzten sechs, sondern die letzten sieben Fahrer nach dem ersten Abschnitt aus.

Dafür rettete sich Nico Hülkenberg mit einer starken Runde auf den achten Platz - und damit ins Finale der Qualifikation, das nicht mehr die Top Ten, sondern neuerdings die schnellsten acht Fahrer unter sich ausmachen. Letztlicht konnte sich der Force-India-Pilot dort nicht mehr verbessern und blieb Achter. Nach einem verpatzten Versuch sicherte sich Hamilton dagegen im Finale den ersten Platz.

dpa


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