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André Greipel steht erneut auf dem Giro-Podest.

André Greipel steht erneut auf dem Giro-Podest. © Luca Zennaro

Radsport

Greipel holt vierten deutschen Erfolg beim Giro

Der 99. Giro bleibt weiter fest in deutscher Hand. Auf der siebten Etappe gab es am Freitag, den 13., den vierten deutschen Sprinterfolg. Erneut hatte Andre Greipel den besten Zielspurt.

Foligno. André Greipel fand zunächst vor Erschöpfung kaum Worte. "Ein ganz toller Erfolg. Darauf haben wir den ganzen Tag hingearbeitet", meinte der gebürtige Rostocker nach seinem zweiten Erfolg beim diesjährigen Giro d'Italia in den Straßen von Foligno.

Zwei Tage nach seinem Erfolg in Benevento triumphierte der 33-Jährige nach 211 Kilometern mit dem Start in Sulmona auch auf dem siebten Tagesabschnitt im Massenspurt. "Das war ein Erfolg für die gesamte Mannschaft, die heute ein Super-Teamwork geleistet hat", fügte Greipel nach dem dritten Sieg seines Teams Lotto-Soudal nacheinander hinzu.

Es war der insgesamt fünfte Etappensieg für den Kapitän des Teams Lotto-Soudal bei der Italien-Radrundfahrt mit dem er auch die Führung in der Sprinterwertung übernahm. Das Rosa Trikot des Gesamtführenden verteidigte der Niederländer Tom Dumoulin mit 26 Sekunden vor dem Dänen Jakob Fuglsang und 28 Sekunden vor Ilnur Sakarin aus Russland.

Marcel Kittel, der gleichfalls schon zwei Etappen beim diesjährigen Giro für sich entschied, hatte nichts mit dem Ausgang der Entscheidung zu tun. Nicht besonders gut lief es für ihn an der letzten Bergwertung rund 40 Kilometer vor dem Ziel, wo der Thüringer zunächst einige Sekunden auf das Hauptfeld einbüßte, sich dann aber noch einmal herankämpfte. Doch sechs Kilometer vor dem Ziel passierte ihm am Freitag, den 13., auch noch ein Raddefekt. Damit verlor er den Anschluss an die Spitze.

Die bergige Etappe hatte die Fahrer durch die Abruzzen in den Norden Italiens geführt und schon auf den ersten Abschnitten Kräfte auf bergigem Terrain gefordert. Das Geschehen hatte lange Zeit ein Sextett um den Schweizer Stefan Küng bestimmt, das zeitweise bis zu drei Minuten Vorsprung auf das Feld herausgefahren hatte. Zehn Kilometer vor dem Ziel wurde der letzte Ausreißer wieder eingeholt.

"Es war schon auf den ersten Kilometer ein recht hartes Rennen", sagte auch Sieger Greipel. "Aber wir haben das gut gemeistert. Für mich ist das bisher ein ganz toller Giro. Ich genieße das", meinte er nach dem ersten Triple-Erfolg eines Profi-Teams beim Giro seit 2013.

Großes Pech hatte auch der Spanier Javier Moreno, der nach einem schweren Sturz mit einem Schlüsselbein-Bruch ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Für ihn ist der Giro damit beendet.

dpa


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