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Die Biathlon Fans in Ruhpolding ließen sich trotz des fehlenden Top-Ergebnisses nicht die Stimmung verderben.

Die Biathlon Fans in Ruhpolding ließen sich trotz des fehlenden Top-Ergebnisses nicht die Stimmung verderben. © Andreas Gebert

Biathlon

Gössner ohne Podestplatz beim Massenstart

Zu viele Fehler am Schießstand haben Miriam Gössner und Andrea Henkel beim Biathlon-Massenstart von Ruhpolding die Podestplätze gekostet. Beim überlegenen Erfolg der Norwegerin Tora Berger erreichte Sprint-Siegerin Gössner mit gleich sechs Strafrunden Rang acht.

Ruhpolding. Die 22-Jährige hatte am Ende dank überragender Laufleistung noch 1:21,7 Minuten Rückstand auf Berger. Die achtmalige Weltmeisterin Andrea Henkel landete nach drei Schießfehlern auf Rang 13 (+ 1:54,4).

Die mit einem Fehler belastete Weltcup-Spitzenreiterin Berger hatte bei ihrem fünften Saisonerfolg 26,7 Sekunden Vorsprung vor der Weißrussin Darja Domratschewa (2). Dritte wurde die Russin Olga Saizewa (1/+ 37,8). "Zufrieden sind wir nicht, das haben wir verschossen. Da war sicherlich mehr drin", sagte Damen-Coach Gerald Hönig.

"Ich habe es etwas verschlafen und habe nicht reagiert. Das nächste Mal werde ich noch etwas wachsamer sein", sagte die 22-Jährige nach Platz acht. "Sie hätte beim ersten Anschlag reagieren müssen, da der Wind zugenommen hatte. Die Andrea hat das gemacht", sagte Chef-Bundestrainer Uwe Müssiggang.

Andrea Henkel war bis zum letzten Schießen auf Podestkurs. "Die Andrea macht das gut", sagte Zaungast Magdalena Neuner. Doch dann leistete sich die Thüringerin ihre Fehlschüsse zwei und drei. "Die zwei Strafrunden haben richtig wehgetan", sagte sie.

Gössner als Weltcup-Zweite und Henkel als Gesamt-Vierte - mehr deutsche Biathletinnen waren beim Massenstart-Spektakel der Top 30 vor 20 000 Zuschauern in der ChiemgauArena nicht dabei.

Für das Rennen der 30 Weltcup-Besten hatten sich nur Gössner und Henkel qualifiziert. 25 Tage vor dem ersten WM-Rennen in Nove Mesto mit der Mixed-Staffel wurde zuvor mit ungewöhnlicher Härte das WM-Aus von Staffel-Weltmeisterin Tina Bachmann besiegelt. Die Schmiedebergerin, auch WM-Zweite im Einzel von 2011, war nicht in Form gekommen. Sie soll nun regenerieren und am Stützpunkt in Altenberg versuchen, zur alten Stärke zurückzufinden. Nicht ausgeschlossen, dass Bachmann erst im Olympia-Winter wieder in den Weltcup zurückkehrt.

Die WM-Norm erfüllt neben Gössner und Henkel haben noch Nadine Horchler und Franziska Hildebrand. Verletzungen sind da verboten. "Wir werden mindestens mit fünf, wenn nicht sogar mit sechs Biathletinnen zur WM fahren", kündigte Thomas Pfüller, der Ski-Sportdirektor, an.

dpa


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