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Darmstadt gewann im Elfmeterschießen gegen den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach.

Darmstadt gewann im Elfmeterschießen gegen den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach. © Roland Holschneider

Fußball

Gladbach nach Elfer-Krimi bei Darmstadt im Pokal raus

Mit einer kläglichen Vorstellung hat sich Borussia Mönchengladbach im DFB-Pokal blamiert und frühzeitig aus dem lukrativen Wettbewerb verabschiedet. Der Fußball-Bundesligist scheiterte beim Drittligisten SV Darmstadt 98 nach torlosen 120 Minuten mit 4:5 im Elfmeterschießen.

Darmstadt. Vor 16 500 Fans im ausverkauften Stadion am Böllenfalltor schoss Branimir Hrgota den entscheidenden Elfmeter an die Unterkante der Latte, nachdem sich beide Teams zuvor jeweils einen Fehlschuss geleistet hatten. Nach dem bitteren Ende stürmten einige enttäuschte Borussen-Fans auf den Rasen, konnten von der Polizei aber schnell zurückgedrängt werden.

Fünf Tage vor dem Bundesliga-Auftakt beim Triple-Gewinner Bayern München präsentierte sich die Fohlen-Elf noch weit entfernt von ihrer Topform. Ideenlos im Mittelfeld und ohne Durchschlagskraft im Angriff agierte die Mannschaft von Trainer Lucien Favre.

Der Drittligist, der die Klasse als sportlicher Absteiger in der vergangenen Saison nur wegen des Lizenzentzuges für die Kickers Offenbach gehalten hatte, zeigte wenig Respekt vor dem Favoriten. Mit hoher Laufbereitschaft und aggressivem Zweikampfverhalten wurden die Gäste in Schach gehalten. Und auch nach vorn waren die Hausherren um geordnete Aktionen bemüht. Ein erster Warnschuss von Jerome Gondorf (8.) verfehlte das Ziel nur knapp.

Die Gäste machten viel zu wenig aus ihren spielerischen Vorteilen. Zwar kontrollierte die Borussia das Geschehen, doch im Angriff agierte der Bundesligist harmlos. Bis zur ersten Trinkpause nach gut 20 Minuten kam die Darmstädter Abwehr nur wegen der hochsommerlichen Temperaturen ins Schwitzen. Auch danach hatte die Borussia, die auf die verletzten Juan Arango und Amin Younes verzichten musste, nicht viel zu bieten.

Vielmehr hätten die Hessen in Führung gehen können, doch Nationaltorwart Marc-André ter Stegen lenkte einen Hackenschuss von Dominik Stroh-Engel nach knapp einer halben Stunde gedankenschnell an die Latte. Die erste richtige Chance des Favoriten bekamen die Zuschauer erst Sekunden vor der Pause zu sehen. Ein Lupfer von Neuzugang Max Kruse über Lilien-Torwart Jan Zimmermann hinweg landete auf dem Tornetz.

Der vom SC Freiburg gekommene Kruse zeichnete auch für die erste gefährliche Aktion nach dem Wechsel verantwortlich. Sein Distanzschuss strich jedoch knapp über das Tor. Kurz darauf scheiterte der Jung-Nationalspieler frei durchlaufend an Zimmermann. Es blieb, mit Ausnahme einer Großchance von Stroh-Engel zu Beginn der Verlängerung, der letzte Aufreger bis zum Nervenduell vom Punkt.

dpa


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