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Sabine Lisicki holt im Match gegen Monica Puig aus Puerto Rico einen leichten Sieg.

Sabine Lisicki holt im Match gegen Monica Puig aus Puerto Rico einen leichten Sieg. © Etienne Laurent

Tennis

French Open: Kerber, Lisicki und Beck in Paris weiter

Lockere Auftaktsiege für Angelique Kerber und Sabine Lisicki, dazu ein Überraschungscoup von Annika Beck: Die deutschen Tennis-Damen haben bei den French Open einen verheißungsvollen Auftakt hingelegt.

Paris. Insgesamt kamen vier deutsche Spielerinnen weiter. Drei Tage nach ihrer verletzungsbedingten Aufgabe beim Turnier in Nürnberg hatte Kerber beim 6:0, 6:1 gegen die Ungarin Timea Babos überhaupt keine Probleme. Von den Rückenproblemen, die sie noch im Frankenland zum Verzicht auf das Halbfinale gezwungen hatten, war auf Court 2 im Stade Roland Garros nichts mehr zu sehen. Nach gerade einmal 50 Minuten verwandelte die Kielerin ihren ersten Matchball und trifft nun auf Ajla Tomljanovic aus Australien.

Leicht und locker marschierte auch Lisicki auf der von ihr wenig geliebten roten Asche in die zweite Runde. Die Berlinerin gewann ihr Auftaktmatch gegen Monica Puig aus Puerto Rico klar mit 6:3, 6:2 und stand dabei nur 16 Minuten länger auf dem Platz als Kerber.

Für die größte Überraschung des zweiten Turniertages der mit 28,03 Millionen Euro dotierten Veranstaltung sorgte Beck. Die Bonnerin, die in diesem Jahr bereits zehnmal in der ersten Runde rausgeflogen war, bezwang die an Nummer 14 gesetzte Polin Agnieszka Radwanska mit 6:2, 3:6, 6:1. Nach 1:39 Stunden verwandelte Beck gegen die frühere Nummer zwei der Welt ihren dritten Matchball. "Ich kann es noch gar nicht glauben, nach so einer verkorksten Saison bislang endlich den erlösenden Sieg geholt zu haben", sagte Beck.

Nachwuchshoffnung Carina Witthöft kam ebenfalls weiter. Bei ihrer French-Open-Premiere bezwang die 20 Jahre alte Hamburgerin die Tschechin Katerina Siniakova mit 6:3, 7:5 und wehrte dabei im zweiten Durchgang sogar einen Satzball ab.

Bei den Herren kam Benjamin Becker als zweiter Deutscher das weiter. Der Davis-Cup-Profi rang den Belgier Ruben Bemelmans in fünf Sätzen mit 6:3, 6:7 (5:7), 2:6, 7:6 (7:4), 6:2 nieder und trifft nun auf den an Nummer 32 gesetzten Spanier Fernando Verdasco. "Ein Sieg in Paris stand noch auf meiner Bucket List", sagte der 33-Jährige nach seinem ersten Erfolg bei den French Open überhaupt. Am Sonntag hatte bereits Philipp Kohlschreiber seine Auftakthürde gemeistert. Florian Mayer und Qualifikant Matthias Bachinger waren dagegen ausgeschieden, am Montag scheiterte auch Jan-Lennard Struff am Serben Viktor Troicki.

"Ich bin noch nicht bei hundert Prozent, aber es wird von Tag zu Tag besser", sagte Kerber nach ihrem Sieg im Schongang. "Jeder Tag und jede Stunde haben am Ende geholfen", meinte die Nummer elf der Welt. "Es war definitiv die richtige Entscheidung, das Halbfinale in Nürnberg nicht zu spielen, auch wenn es mir mega-schwer gefallen ist." Gegen Babos konnte sie ihren Rücken weitgehend schonen. In Paris hofft Kerber nun vor allem auf gutes Wetter. "Für meinen Rücken ist es besser, wenn die Sonne scheint."

Vor Kerber hatte sich bereits Lisicki ohne Schwierigkeiten ihrer ersten Aufgabe entledigt. "Das ist das letzte Asche-Turnier der Saison. Da wird noch einmal alles gegeben", sagte Lisicki nach ihrer souveränen Vorstellung. "Ich habe in der ersten Runde in zwei Sätzen gewonnen, das ist es, was man sich wünscht", sagte die 25-Jährige, die die Partie vor den Augen ihres Freundes Oliver Pocher mit einem Ass beendete. Lisicki zeigte von Beginn an eine sehr konzentrierte Leistung und überzeugte gegen Puig mit sehr variablem Spiel.

Beendet sind die French Open dagegen bereits wieder für Mona Barthel. Die Schleswig-Holsteinerin verlor ihre Erstrunden-Begegnung gegen die polnische Qualifikantin Paula Kania mit 7:5, 2:6, 4:6 und setzte damit ihre Talfahrt in diesem Jahr fort. Am Sonntag war von den zehn für das Hauptfeld qualifizierten deutschen Damen bereits Tatjana Maria ausgeschieden. Die zuletzt am Oberschenkel verletzte Andrea Petkovic bestreitet ihr erstes Match gegen Shelby Rogers aus den USA an diesem Dienstag.

dpa


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