Navigation:
Nach dem Schlusspfiff diskutierte Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht mit Schiedsrichter Patrick Ittrich.

Nach dem Schlusspfiff diskutierte Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht mit Schiedsrichter Patrick Ittrich. © Alexander Körner

Fußball

Freiburg schafft Remis in Braunschweig in letzter Sekunde

In letzter Sekunde sichert sich der Zweitliga-Tabellenführer SC Freiburg gegen Eintracht Braunschweig noch einen Punkt. Der Zähler ist im Aufstiegsrennen enorm wichtig. Die Braunschweiger ärgern sich indes.

Braunschweig. Mit einem späten Tor von Marc-Oliver Kempf ist der SC Freiburg dem Aufstieg in die Fußball-Bundesliga einen Schritt näher gekommen.

Der Absteiger der Vorsaison holte am Montagabend mit dem glücklichen 2:2 (0:0) bei Eintracht Braunschweig einen wichtigen Punkt und hat nun als Tabellenführer der 2. Bundesliga einen Zähler mehr als Verfolger RB Leipzig. Nach der Niederlage des 1. FC Nürnberg hat Freiburg vor den letzten vier Spieltagen sogar schon sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Die Tore für die Braunschweiger schossen vor 19 810 Zuschauern im Eintracht-Stadion Gerrit Holtmann (54.) und Ken Reichel (57.). Für Freiburg trafen Nils Petersen (70.) und Kempf per Kopf in der vierten Minute der Nachspielzeit.

"Braunschweig war die insgesamt bessere Mannschaft, war einen Tick schneller, etwas griffiger und hochmotiviert. Dass meine Mannschaft nach dem Rückstand zurückkommt, ist eine Qualität der Mannschaft", sagte Freiburgs Trainer Christian Streich im TV-Sender Sky. Er versuchte, die schwache Leistung seines Teams zu entschuldigen: "Wir sind seit vielen, vielen Wochen in der Situation: ' Wir müssen, müssen, müssen.'"

Restlos bedient war sein Braunschweiger Kollege Torsten Lieberknecht über den späten Ausgleich: "Wir müssen mit den bitteren Punkt leben. Wir haben ein sensationelles Spiel abgeliefert gegen den Bundesliga-Absteiger trotz aller Umstellungen." Lieberknecht erregte sich unter anderem über die seiner Ansicht nach zu lange Nachspielzeit.

Die Eintracht besaß bereits in der ersten Halbzeit die klar besseren Chancen, unter anderem durch Nik Omladic (3.), Saulo Dacarli (22.) und Adam Matuschyk (45.). Torwart Alexander Schwolow hatte mehrfach Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Freiburg kam kaum zu Entlastungsangriffen. Der Spielaufbau der Gäste konnte höheren Ansprüchen nicht genügen.

Beim ersten Treffer erhielten die Braunschweiger zudem unfreiwillig Hilfe der Freiburger Defensive. Amir Abrashi und Marc Torrjon patzten, Holtmann nutzte die Fehler und umkurvte den chancenlosen Schwolow. Auch beim anschließenden Treffer von Reichel nach Vorarbeit von Salim Khelifi sah die Freiburger Abwehr schlecht aus. Erst nach dem Kopfballtor von Petersen wurden die Freiburger mutiger. Mit der letzten Aktion des Spiels gelang Kempf per Kopf noch der glückliche Ausgleich.    

dpa


Bildergalerien Alle Galerien
Anzeige
Anzeige