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Lewis Hamilton startet in Mexiko von Position eins.

Lewis Hamilton startet in Mexiko von Position eins. © Jorge Nunez

Motorsport

Formel-1-Pilot Hamilton rast zur Pole Position in Mexiko

Nico Rosberg startet als Zweiter ins Mexiko-Rennen. Die Pole Position sichert sich sein Mercedes-Stallrivale Lewis Hamilton. Für das Rennen am Sonntag ist Hochspannung garantiert.

Mexiko-Stadt. Nico Rosberg hat im WM-Duell mit Lewis Hamilton eine optimale Ausgangslage für den Großen Preis von Mexiko verpasst und startet als Zweiter in das drittletzte Saisonrennen. Die Pole Position sicherte sich sein britischer Mercedes-Stallrivale mit einer überragenden Runde.

Auf dem ersehnten Weg zum vorzeitigen Titelgewinn am Sonntag (20.00 Uhr) konnte Rosberg nicht mehr entscheidend kontern und blieb am Ende 0,254 Sekunden hinter Hamilton. Für den WM-Zweiten war es seine zehnte Pole in dieser Saison und die 59. insgesamt.

"Generell hat es ein bisschen länger gedauert, meinen Speed zu finden. Am Ende habe ich meinen Weg aber gefunden, ich bin relativ zufrieden", sagte Rosberg. "Lewis war einfach zu schnell. Man hat aber gesehen, dass die Pole am Sonntag nicht alles ist."

Hamilton will indes nach Austin seinen zweiten Sieg in Serie holen. "Ich werde versuchen, das Gleiche zu machen wie am vergangenen Sonntag. Der Wagen fühlt sich großartig an und ich freue mich da rauszugehen", erklärte der 31-Jährige.

Drittschnellster war Red-Bull-Mann Max Verstappen. Ferrari-Star Sebastian Vettel wurde Siebter, Nico Hülkenberg landete im Force India auf Position fünf. Pascal Wehrlein rettete sich im Manor mit einer starken Schlussrunde in die zweite K.o.-Runde und startet von Rang 16 ins Rennen.

"Wir haben uns schwer getan, die Reifen auf Temperatur zu bringen", bemerkte Vettel, der mit der WM-Entscheidung schon lange nichts mehr zu tun hat. Rosberg führt in der Fahrer-Wertung drei Rennen vor Schluss mit 26 Punkten vor seinem Teamkollegen.

Auf der Zielgeraden der Saison nutzte Hamilton die Gelegenheit, um sich beim früheren Mercedes-Teamchef Ross Brawn für die Aufbauarbeit bei den Silberpfeilen zu bedanken. Der Vorgänger von Toto Wolff hatte nach Einschätzung Hamiltons das Fundament für seine WM-Erfolge 2014 und 2015 gelegt. "Er hat geholfen, eine Plattform, die Grundlagen zu bauen und dafür bin ich dankbar", sagte Hamilton.

Ein aussichtsreiches Fundament für ein erfolgreiches Comeback im WM-Zweikampf mit Rosberg legte der 31-Jährige. In allen drei Trainingseinheiten war der dreimalige Weltmeister schneller als sein deutscher Kontrahent. Einmal sicherte er sich die Bestzeit auf der rutschigen Strecke, einmal war Vettel vor ihm, einmal konnte sich Red-Bull-Youngster Max Verstappen an die Spitze setzen.

In der ersten K.o.-Runde der Qualifikation fuhr Hamilton als erster der beiden Silberpfeile auf die von begeisterten mexikanischen Fans gesäumte Strecke, Rosberg folgte kurz dahinter. Die bessere Zeit der Kontrahenten sicherte sich der Titelverteidiger. "Die ersten beiden Runden habe ich verpatzt, auf der dritten hat es sich aber gut angefühlt", funkte Hamilton an die Box.

Rosberg hatte eine durchwachsene Warmlaufphase für die Qualifikation erlebt. Siebter, Dritter, Vierter - so lauteten seine Platzierungen nach den ersten Einheiten. In der Qualifikation kam er auch nicht richtig auf Touren. Nach der ersten war Rosberg auch in der zweiten K.o.-Runde langsamer als Hamilton. Und im Finale lief es für den Vorjahressieger und Polesetter auch nicht rund. An die hervorragende Zeit von Hamilton kam Rosberg nicht heran und musste sich mit dem ungeliebten zweiten Platz begnügen.

Für Rosberg steht dennoch nur der WM-Gewinn im Fokus. Der gebürtige Wiesbadener will im vierten gemeinsamen Jahr mit Hamilton am Ende der Saison endlich triumphieren. Sogar die vorzeitige Krönung für den mit 26 Punkten Führenden in der Fahrerwertung schon in Mexiko ist möglich. Dafür muss Rosberg am Sonntag (20.00 Uhr/RTL und Sky) gewinnen und Hamilton darf höchstens auf Rang zehn kommen. Dann würde Rosberg nach den 305,354 Kilometern Distanz im Autódromo als neuer Weltmeister feststehen.

dpa


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