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Leverkusens Trainer Roger Schmidt hofft gegen Barcelona auf ein Fußball-Wunder.

Leverkusens Trainer Roger Schmidt hofft gegen Barcelona auf ein Fußball-Wunder. © Guido Kirchner

Fußball

FC Bayern will zurück zur Normalität - Bayer hofft

Bayern München will nach dem 1:3 in Mönchengladbach im letzten Gruppenspiel der Champions League bei Dinamo Zagreb zurück in die Erfolgsspur. Bayer Leverkusen hofft gegen Barcelona auf ein Wunder.

Berlin (dpa) - Rückkehr zur Normalität und Hoffnung auf ein Fußball-Wunder: Krasser könnte der Gegensatz zwischen Deutschlands Übermannschaft Bayern München und dem einstigen nationalen Titelrivalen Bayer Leverkusen vor dem Gruppenfinale in der Champions League kaum sein.

"Es nützt nichts zu lamentieren, weil man ein Spiel verloren hat", sagte Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vor dem letzten Spiel in der Gruppe F am Mittwoch. Nach dem 1:3 bei Borussia Mönchengladbach wolle man, so Rummenigge weiter, wie gewohnt punkten, "damit wir dann hoffentlich auch zufrieden unter dem Weihnachtsbaum sitzen dürfen". Im 100. Auswärtsspiel in der Königsklasse können die Bayern ihren fünften Sieg im sechsten Gruppenduell perfekt machen.

Für Leverkusen ist nach einer durchwachsenen Saison gegen Titelverteidiger FC Barcelona noch alles möglich: vom Einzug ins Achtelfinale, über die Europa League bis hin zum Aus auf internationaler Bühne. "Ich hoffe, dass wir einen tollen Tag erwischen und das Wunder wahr werden lassen", sagte Sportdirektor Rudi Völler. Die Werksfußballer gehen als Dritter der Gruppe E in den Showdown. Bei einem Sieg gegen die Katalanen sind sie auch auf Schützenhilfe angewiesen, um den Sprung in die Runde der letzten 16 Mannschaften zu schaffen.

Diese komplizierte Konstellation haben die Bayern freilich nicht. Pep Guardiola kann es sich erlauben, Nationaltorhüter Manuel Neuer eine Pause zu gewähren und Sven Ulreich spielen zu lassen. Zudem erhält Offensivstar Franck Ribéry nach seinem guten Auftritt beim Comeback in Mönchengladbach möglicherweise weitere Spielpraxis.

Diesen Luxus kann sich auch der FC Barcelona leisten, der mit 13 Punkten bereits als Gruppensieger für das Achtelfinale qualifiziert ist. Verteidiger Gerard Piqué und Mittelfeldregisseur Andrés Iniesta erhalten von Trainer Luis Enrique eine Verschnaufpause. Zudem ist Dani Alves gesperrt. Anders als beim 1:2 der Leverkusener im Hinspiel ist diesmal Stürmerstar Lionel Messi dabei, der mit Luis Suárez und Neymar das derzeit wohl torgefährlichste Stürmertrio bildet. Allerdings fällt Neymar mit einer Leistenzerrung diesmal aus.

Für Leverkusen läuft es in dieser Saison nicht rund. Nach 15 Bundesliga-Spielen stehen sechs Siegen sechs Niederlagen gegenüber. Sechs der bisher sieben Spiele verlor Bayer gegen den FC Barcelona - das bisher einzige Wunder liegt lange zurück: 2001 bezwang Leverkusen die Katalanen in einem Gruppenspiel mit 2:1.

Um das Achtelfinale zu erreichen, müsste BATE Borissow bei AS Rom gewinnen oder ein Remis erreichen. Aber es droht auch das internationale Aus, wenn Bayer gegen Barça verliert und Borissow in Rom gewinnt. Daran verschwendete Rudi Völler keinen Gedanken, sondern erinnerte an die positiven Eigenschaften der Mannschaft von Trainer Roger Schmidt. "Wir sind irgendwo auch eine unberechenbare Mannschaft", sagte Völler.

dpa


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