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Nico Rosberg will auch in Spanien nach dem Start an der Spitze sein.

Nico Rosberg will auch in Spanien nach dem Start an der Spitze sein. © Yuri Kochetkov

Motorsport

Erhöhte Crash-Gefahr in Spanien - Rosbergs Start-Fokus

Es wird wohl wieder eng in Kurve eins. Das weiß auch der WM-Spitzenreiter. Nicht nur Rosberg will deswegen aber am liebsten auch den besten Startplatz für das Spanien-Rennen. Seine Verfolger können sich erst recht keine Unfälle am Start mehr erlauben.

Barcelona. Sebastian Vettel hat es bereits zweimal unverschuldet erwischt. Nico Hülkenberg einmal. Lewis Hamilton vermasselte sich zwei Rennen selbst am Start. Sobald in diesem Jahr die Roten Ampeln auf den Formel-1-Strecken ausgeschaltet werden, herrscht Alarmstimmung.

Von hinten schießen Fahrer nach vorn, vorn kommen nicht alle schnell genug in Fahrt. Rad an Rad geht es in Kurve eins. "Es waren ein paar hitzige Runden", betont Hülkenberg, zuletzt wie Vettel in Sotschi nach wenigen Metern ausgeschieden.

Auch am Sonntag droht erhöhtes Crash-Risiko, wenn nach der Einführungsrunde auf dem 4,655 Kilometer langen Circuit de Barcelona-Catalunya der fünfte Saisonlauf gestartet wird. Insgesamt 3633 Rennkurven liegen hinter jenen Piloten, die alle vier Grand Prix auch zu Ende fuhren. So wie der jeweils siegreiche WM-Spitzenreiter Nico Rosberg. Auf dem Kurs in Katalonien will er sich in seinem Mercedes auch wieder schadlos halten.

Den gebürtigen Wiesbadener in seinem Silberpfeil und seine Verfolger erwartet wieder eine lange Anfahrt auf die erste Kurve, dann ein scharfer Rechtsknick. "Ich werde deswegen ein bisschen mehr den Fokus auf den Start legen als sonst", kündigte Rosberg an. Auch Richtungsänderung Nummer 3634 in dieser Saison soll ihn nicht aus der Bahn werfen. Mehr kribbeln als sonst verspürt Rosberg allerdings nicht.

Denn die Starts sind seit jeher einer der Spannungshöhepunkte. "Ich glaube, das war schon immer so. Jetzt ist es einfach hartes Racing", sagt Hülkenberg über die in dieser Saison noch packenderen ersten Meter und Kurven. Je weiter hinten man steht, um so heikler wird es, Runde eins ohne Delle am Auto oder Schlimmeres zu überstehen.

Pascal Wehrlein, dem Formel-1-Debütanten ist das bislang weitgehend gelungen. Der 21 Jahre alte Worndorfer glaubt, dass er das seiner (kurzen) Erfahrung in der DTM zu verdanken hat. Dort sei die erste Runde ziemlich betriebsam, schildert er.

So wie sie es in diesem Jahr auch in der Königsklasse des Motorsports sind. Vielleicht sei das auf Strecken mit großen Auslaufzonen auch eine psychologische Sache, mutmaßte Hülkenberg, den in Russland eine Karambolage mit dem Haas-Wagen von Esteban Gutiérrez nach wenigen Metern zum Stillstand gebracht hatte. "Weil wir wissen, dass wir ein bisschen mehr rauskitzeln und ans Limit gehen können. Es wird schon nix passieren."

Wohl auch weil das Mittelfeld der Motorsport-Eliteliga enger zusammengerückt ist, wird es auch auf der Strecke enger. Dass ein Pilot wie der von Red Bull zum B-Team Toro Rosso zwangsversetzte Daniil Kwjat seine Antwort auf die demütigende Degradierung auf der Strecke geben will, dürfte die Nerven aller am Start auch nicht unbedingt beruhigen. Er war es, der in Sotschi gleich zweimal Vettels Ferrari ins Heck gefahren war.

dpa


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