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Felix Neureuther verpasste knapp einen Podestplatz.

Felix Neureuther verpasste knapp einen Podestplatz. © Matteo Bazzi

Ski alpin

Doppelvierer: Neureuther und Dopfer in Slalom-Form

Fünf Slalom in 20 Tagen: Im Januar geht es für Neureuther, Dopfer & Co. Schlag auf Schlag. Zum Auftakt teilen sich die beiden besten deutschen Skirennfahrer einen vierten Platz in Santa Caterina. Rundum zufrieden damit war aber nur einer von beiden.

Santa Caterina. Fritz Dopfer und Felix Neureuther sind mit einem gemeinsamen vierten Platz in den alljährlichen Slalom-Marathon gestartet - ähnlich zufrieden waren sie damit aber nicht.

"Platz vier ist ein genialer Start ins neue Jahr", sagte Dopfer in Santa Caterina nach dem ersten von fünf Torläufen binnen zwanzig Tagen. "Das gibt mir enormen Aufwind."

Neureuther dagegen haderte mit den Fehlern in Durchgang eins und zwei und dem verschenkten möglichen Podestplatz: "Zeitgleich mit dem Fritz auf dem Vierten ist cool. Das Podium wäre cooler gewesen, aber da waren die anderen eben den Tick besser heute. Wir müssen die Fehler analysieren, den Abstand zu den Vorderen."

Den beiden besten deutschen Skirennfahrern fehlten auf Tagessieger Marcel Hirscher 1,07, auf Henrik Kristoffersen aus Norwegen noch 0,86 und auf den Russen Alexander Choroschilow auf Rang drei immer noch 0,75 Sekunden. Mit dem 17. Slalom-Sieg seiner Karriere rückte der Österreicher Hirscher alleine auf Rang drei der ewigen Bestenliste.

Neureuther liegt in dieser Wertung mit neun Erfolgen auf dem geteilten zwölften Platz, sein letzter Sieg bald ein Jahr zurück. Ein Grund: Seine Rückenbeschwerden behindern den Ausnahmeskifahrer so häufig, dass er nur auf einen Bruchteil des Trainings seiner Konkurrenten kommt. Zwischen dem Aus in Madonna di Campiglio vor Weihnachten und dem Rennen in Santa Caterina konnte Neureuther gar nicht auf Ski üben.

Mit dem Ertrag vor dem ersten Klassiker in Adelboden am kommenden Wochenende - es folgen Wengen, Kitzbühel und Schladming - war er deswegen grundsätzlich einverstanden, ärgerte sich aber eben auch über die Patzer. "Ich weiß schon, wo ich die Zeit verloren habe. Ich bin da ziemlich frech raus. Das war nicht so sexy, was ich da gemacht habe", berichtete er von einem Geländeübergang im zweiten Durchgang. Schon im ersten Lauf verlor der WM-Dritte aus dem vergangenen Jahr einmal fast all seine Geschwindigkeit.

"Beide können mit erhobenem Haupt hier wegfahren", urteilte Alpinchef Wolfgang Maier über das Abschneiden seiner beiden Spitzenkräfte. "Für den Felix ist es eigentlich ein gutes Ergebnis. Er lässt halt noch ein bisschen was liegen. Fritz hat in den letzten Rennen einen deutlichen Formanstieg gezeigt."

Bis zum sechsten Platz in Madonna war Dopfer keine einzige Fahrt in die Top 10 gelungen. Entsprechend froh war er über das zweite Spitzenergebnis in Serie. "Ich bin sehr, sehr happy und glücklich, dass ich es bei doch schwierigen Verhältnissen ins Ziel gebracht habe", erzählte er. Dabei war er mit dem ersten Durchgang und Rang zwölf noch unzufrieden. Danach habe er gedacht: "Komm, was hilft's, ich muss Gas geben."

Dominik Stehle wiederum gelang das im ersten Lauf besser, als im Finale. Da fiel er vom starken 13. Platz noch zurück auf Rang 24 und verpasste so knapp sein bestes Weltcup-Resultat. Linus Strasser, in der vergangenen Saison noch die Entdeckung im Technik-Team der Herren, schaffte es erneut nicht in die Top 30. Sorgen machte sich Maier deswegen aber nicht: "So eine Saison zu bestätigen ist immer und für alle schwierig. Er hat das Skifahren nicht verlernt."

dpa


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