Navigation:
WADA-Chef John Fahey kritisiert die UCI.

WADA-Chef John Fahey kritisiert die UCI. © Jean-Christophe Bott

Radsport

Doping-Jäger kritisieren Radsport-Weltverband

Der Radsport-Weltverband UCI wird im Fall Lance Armstrong mit harten Vorwürfen von Dopingjägern konfrontiert. Nach einem ersten Lob für die Aberkennung der sieben Tour-de-France-Titel des Amerikaners kritisierte die US-Anti-Doping-Agentur USADA nun die UCI für ihr Verhalten.

Berlin. "Sie versuchen einfach nur von ihrem eigenen Versagen in dieser traurigen Saga abzulenken und diejenigen, die das Radfahren und einen sauberen Sport lieben, sollten dies nicht erlauben", teilte USADA-Chef Travis Tygart in einer Email mit.

Die amerikanische Organisation hatte mit ihrem Bericht und zahlreichen Zeugenaussagen maßgeblich zum Sturz Armstrongs beigetragen. Die UCI hatte allerdings nach ihrer Entscheidung am Montag bemängelt, dass die Veröffentlichung "übertriebene Sprache" und "unkorrekte und unvollständige Aussagen" enthalte. Zudem hätten die gesammelten Beweise nach Ansicht des Radsportverbandes von einer neutralen Stelle geprüft werden sollen.

Nach Ansicht von John Fahey, Präsident der Welt-Anti-Doping- Agentur WADA müsse die UCI ihre "Scheuklappen ablegen". "Wenn Doping so weit verbreitet war, ist die Frage legitim: Wer hat es gestoppt? Wer hat etwas dagegen getan? Warum wurde es nicht gestoppt", sagte der Australier Fox Sports.

dpa


Bildergalerien Alle Galerien
Anzeige
Vergleiche alle Wettquoten für Spiele von Hannover 96 bei SmartBets.