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Stan Wawrinka schafft es gegen Richard Gasquet nicht ins Halbfinale.

Stan Wawrinka schafft es gegen Richard Gasquet nicht ins Halbfinale. © Facundo Arrizabalaga

Tennis

Djokovic, Federer, Murray im Halbfinale - Wawrinka raus

Mit einem Jubiläumssieg ist Boris-Becker-Schützling Novak Djokovic in das Wimbledon-Halbfinale gestürmt und darf genau wie sein Trainer vom dritten Titel beim wichtigsten Tennisturnier der Welt träumen.

London. Einen Tag nach dem 30-jährigen Jubiläum seines prominenten Coaches setzte sich der Weltranglisten-Erste gegen den kroatischen US-Open-Sieger Marin Cilic mit 6:4, 6:4, 6:4 durch.

"Das war eine solide Leistung von mir", sagte der Titelverteidiger. Tags zuvor hatte er noch genau 30 Jahre nach dem ersten Wimbledon-Titel von Becker einen Fünf-Satz-Zittersieg nach 0:2-Satzrückstand gegen den Südafrikaner Kevin Anderson gefeiert.

Im Kampf um den Einzug ins Endspiel trifft Djokovic nach seinem 50. Sieg in Wimbledon und dem 650. Erfolg auf der Tour am Freitag überraschenderweise auf Richard Gasquet. Der Franzose vereitelte durch seinen 6:4, 4:6, 3:6, 6:4, 11:9-Erfolg gegen den Schweizer Stan Wawrinka eine Neuauflage des French-Open-Endspiels.

Zuvor hatten Roger Federer und Andy Murray nach einem mehrstündigen Geduldsspiel mit zwei Regenunterbrechungen ihren Halbfinal-Gipfel perfekt gemacht. Federer ließ dem Franzosen Gilles Simon bei seinem 6:3, 7:5, 6:2 keine Chance. Nach nur 95 Minuten Spielzeit zog der 33 Jahre alte Schweizer zum zehnten Mal in das Halbfinale ein. Dort bekommt es der 17-malige Grand-Slam-Champion mit dem Olympiasieger und Titelträger von 2013 zu tun. Murray feierte mit dem 6:4, 7:5, 6:4 gegen Vasek Pospisil aus Kanada den 150. Sieg bei einem Grand Slam.

"Ich bin sehr glücklich, es ins Halbfinale geschafft zu haben. Der Weg ist lang bis dahin", sagte Federer und betonte: "Aber ich fühle mich noch frisch und habe genug Energie im Tank für einen hoffentlich großartiges Match gegen Andy, und dann werden wir sehen." 12:11 führt der Schweizer noch im direkten Vergleich. Das bislang letzte Aufeinandertreffen gewann Federer im vergangenen Jahr bei der ATP-WM 6:0, 6:1. In Wimbledon entschied er 2012 das Finale für sich, drei Wochen später unterlag er Murray im Endspiel von Olympia.

Der Schotte verwandelte vor den Augen von Prinz William, dessen Frau Kate und dem ehemaligen englischen Fußball-Nationalspieler David Beckham nach 2:13 Stunden seinen zweiten Matchball und ließ sich von den begeisterten Zuschauern auf dem Centre Court feiern. "Ich hoffe, dass wir am Freitag ein gutes Match sehen werden", sagte der 28-Jährige mit Blick auf das spannungsgeladene Duell mit Federer.

Der doppelte Zwillingspapa war mit seiner Viertelfinal-Schicht deutlich schneller fertig. "Es ist nie leicht mit diesem Stop and Go. Du weißt nie, wann es weitergeht. Aber die Pausen haben mir mehr geholfen als mich behindert. Ich bin mit den Bedingungen ganz gut zurechtgekommen", sagte Federer beim Verlassen von Court 1, der im Gegensatz zum Centre Court nicht über ein Dach verfügt und deshalb den Launen des wechselhaften englischen Wetters ausgesetzt war.

In seinem insgesamt 37. Semifinale bei einem Grand-Slam-Turnier kommt es nun also zum Kräftemessen mit Murray. Ziel seiner Träume ist aber ein zehntes Wimbledon-Endspiel am Sonntag auf dem Centre Court und ein möglicher achter Triumph auf dem berühmten Rasen. So oft hat noch nie jemand das älteste Tennisturnier der Welt gewonnen.

Auf Rekordjagd ist auch Serena Williams in der Damen-Konkurrenz. Die 33 Jahre alte Amerikanerin trifft am Donnerstag im Halbfinale auf Maria Scharapowa. Die 20-malige Grand-Slam-Siegerin will nach ihren Triumphen bei den US Open 2014 sowie den Australian und French Open in diesem Jahr den Serena-Slam perfekt machen und jahresübergreifend alle vier Majors nacheinander für sich entscheiden.

Zudem würde sie ihre Chance wahren, den echten Grand Slam mit vier Titeln in einem Kalenderjahr zu schaffen. Von der Jagd auf die 22 Grand-Slam-Titel von Rekordsiegerin Steffi Graf ganz zu schweigen.

dpa


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