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Das Heimrennen auf dem Hockenheimring ist für die deutschen Formel-1-Piloten stets etwas besonderes.

Das Heimrennen auf dem Hockenheimring ist für die deutschen Formel-1-Piloten stets etwas besonderes. © Bernd Weißbrod

Motorsport

Die Aussichten der vier deutschen Fahrer beim Heimrennen

Das letzte Rennen vor der Sommerpause. Die deutsche Formel-1-Fraktion steht unter Druck. Erst recht, weil nach einem Jahr Pause wieder vor heimischer Kulisse gefahren wird.

Hockenheimring. Jetzt gilt es für die deutschen Formel-1-Fahrer. Endlich wieder ein Rennen im eigenen Land. Allerdings könnte die Ausgangssituation für alle vier Piloten besser sein.

Nico Rosberg verlor ausgerechnet vorm Heimrennen die Führung an seinen Mercedes-Widersacher Lewis Hamilton. Bei Sebastian Vettel will es partout nicht richtig laufen. Nico Hülkenberg steckt im Mittelmaß, Pascal Wehrlein am Ende des Feldes fest.

NICO ROSBERG (31/Mercedes):

 

Nichts anderes als der Sieg ist das Ziel. Er muss die Serie von Weltmeister und Erzfeind Lewis Hamilton brechen. Er will den Heimvorteil nutzen. Im Psycho-Duell mit Hamilton könnte das ein kleiner Vorteil sein. Wie man auf dem Kurs siegt, weiß Rosberg auch: 2014 gewann er auf dem Hockenheimring. "Hoffentlich kann ich das in diesem Jahr wiederholen - für die Fans und alle bei Mercedes." Vor allem aber für sich auf dem Weg zum so ersehnten ersten WM-Titel.

 

SEBASTIAN VETTEL (29/Ferrari):

 

Zum ersten Mal tritt der viermalige Weltmeister aus Heppenheim in Hockenheim mit Ferrari an. Der erste Sieg für ihn auf der Strecke dürfte aber ein ganz schweres Unterfangen gegen die beiden noch immer übermächtigen Silberpfeile sein. Vielmehr muss er sich auch noch den Red-Bull-Attacken erwehren. Vettel wartet auf den ersten Saisonsieg. Vermutlich wird er das auch nach dem Deutschland-Rennen noch tun.

NICO HÜLKENBERG (28/Force India):

 

Vor zwei Jahren belegte er beim Rennen auf dem Hockenheimring den siebten Platz. In einem Video zur Rückkehr der deutschen Piloten stimmte er sich sogar in einem alten Silberpfeil ein. Hülkenberg will endlich auch raus aus dem Mittelmaß. Mal Neunter, mal Zehnter, mal Siebter, aber auch mal 19. Hülkenberg kann mehr, der Wagen lässt aber keine Riesensprünge zu.

PASCAL WEHRLEIN (21/Manor):

 

Im Formel-1-Auto wird es sein erstes Heimrennen. "Auf den habe ich mich am meisten gefreut", sagt Wehrlein. Die vergangenen Rennen waren ein Auf und Ab für den Debütanten. Zwei der vier Grand Prix konnte Wehrlein nicht beenden. Einmal fuhr er in Österreich bravourös in die Punkte, zuletzt in Ungarn wurde er wieder nur 19. Er dürfte alles daran setzen, vor heimischer Kulisse drei, vier Plätze weiter vorn zu landen.

Überhaupt haben seit dem ersten WM-Rennen der Formel 1 auf dem Hockenheimring 1970 bislang nur drei deutsche Piloten dort gewonnen. Nico Rosberg steht als bislang letzter deutscher Gewinner in den Siegerlisten. Der Mercedes-Pilot gewann das Rennen vor zwei Jahren. 2015 fand kein Grand Prix der Formel 1 in Deutschland statt.

Rosberg beendete auf dem Kurs in Nordbaden mit seinem Sieg eine längere Serie ohne deutschen Erfolg. 2006 hatte Michael Schumacher im Ferrari zuletzt in Hockenheim gewonnen. Es war damals sein vierter Erfolg nach 1995 (Benetton), 2002 und 2004 (beide Male Ferrari) auf dem badischen Traditionskurs. Kein anderer Formel-1-Pilot siegte häufiger auf dem Hockenheimring. Bruder Ralf gelang 2001 im BMW-Williams ein Erfolg auf dem Heim-Kurs.

Noch nie auf dem Hockenheimring gewinnen konnte Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel, mittlerweile im Ferrari. 2010 hatte er es immerhin im Red Bull auf die Pole geschafft. Michael Schumacher war das 2002 und 2004 gelungen. Nico Rosberg vor zwei Jahren.

dpa


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