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Kombinierer Fabian Riessle siegt in Lahti.

Kombinierer Fabian Riessle siegt in Lahti. © Kimmo Brandt

Ski nordisch

Deutsche Kombinierer gewinnen in Lahti alles

Die deutschen Nordischen Kombinierer eilen von Sieg zu Sieg. In Lahti schafften es neben Eric Frenzel auch Fabian Rießle und Johannes Rydzek wieder einmal auf das oberste Treppchen. Die Konkurrenz scheint entnervt.

Lahti. Frenzel, Rießle, Rydzek - die deutschen Nordischen Kombinierer eilen auch im letzten Saisondrittel von Sieg zu Sieg.

Zwar hatten sie beim Weltcup im finnischen Lahti auch etwas Glück, doch das haben sich die Schützlinge von Bundestrainer Hermann Weinbuch erarbeitet. In den zwei Einzelentscheidungen hatten Olympiasieger Eric Frenzel und Fabian Rießle die Nase vorn, im Teamsprint setzte sich Rießle an der Seite von Johannes Rydzek durch. "Die Burschen sind immer noch gut drauf und haben super gearbeitet", lobte Weinbuch.

Von der internationalen Konkurrenz gab es nur anerkennende Blicke für die deutschen Kombinierer. Gegenwärtig scheint es so, als könnten ihnen lediglich der Japaner Akito Watabe und Norwegens Jungstar Jarl Magnus Riiber gefährlich werden. Der 18-jährige Riiber aber avancierte in Lahti zur tragischen Figur. Am Freitag war er in Führung liegend im Zielgarten falsch abgebogen und wurde disqualifiziert. Im Teamsprint kugelte er sich in der entscheidenden Phase des Rennens die linke Schulter aus und musste aufgeben. "Es ist schon verdammt hart, was gegenwärtig auf den Jungen einstürmt", meinte Weinbuch mitleidig. Die Junioren-Weltmeisterschaften fallen für das Sprungwunder nun aus. Ob er noch einmal in dieser Saison in den Weltcup zurückkehren kann, ist fraglich.

Frenzel strebt nun weiter unaufhaltsam dem Gesamtweltcupgewinn entgegen. Dem vierten hintereinander, was vor ihm nur dem Finnen Hannu Manninen gelang. Voraussetzung dafür ist, dass er stets vor Watabe bleibt. "So lange mir das gelingt, ist alles in Ordnung", meinte der Sachse am Sonntag nach Platz zwei hinter Rießle, den er sich trotz einer leichten Erkältung in beeindruckender Manier sicherte.

In den Kampf um den Sieg wollte und konnte er gegen Rießle nicht eingreifen. Dem Schwarzwälder war zugute gekommen, dass wegen zu starker Windböen das Springen abgesagt und der Provisorische Wettkampfsprung vom Freitag in die Wertung genommen werden musste. Dort war dem noch zu unbeständigen Springer Rießle ein sehr guter Versuch gelungen. "Ich hoffe mal, dass es nun am Dienstag in Kuopio und nächstes Wochenende in Val di Fiemme so weitergeht", sagte er nach seinem dritten Saisonerfolg.

Der Knoten beim Springen könnte auch bei Rydzek geplatzt sein. Im Team-Wettbewerb war ihm endlich ein guter Flug gelungen, was die Voraussetzung für den späteren Sieg war. So sind durchaus weitere Erfolge des Weltmeisters möglich, da er in der Loipe schon immer ein Ass war. Am Sonntag lief er von Rang 19 noch auf Platz vier vor.

dpa


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