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Marcus Rashford war der Matchwinner für Manchester United.

Marcus Rashford war der Matchwinner für Manchester United. © Nigel Roddis

Fußball

Der Auftritt des Teenagers: Rashford rettet ManUnited

Besser und denkwürdiger kann ein Profi-Einstand nicht verlaufen. Zwei mitentscheidende Tore gemacht, gewonnen, in die nächste Runde der Europa League eingezogen, und dem Trainer eine Ruhepause verschafft. Es war der Abend des 18 Jahre alten Marcus Rashford.

Manchester. Minuten vor dem Anpfiff erfährt er erst, dass er spielen wird. In einem Match, in dem es für Manchester United und vor allem für Trainer Louis van Gaal um sehr viel geht. Sein Name: Marcus Rashford. 18 Jahre ist er gerade mal alt. Und wird schon gefeiert.

Denn dieser Teenager bringt mit seinem Tor-Doppelpack den englischen Fußball-Rekordmeister im Rückspiel der Europa-League-Zwischenrunde am Donnerstagabend gegen den FC Midtjylland auf die Siegerstraße.

WIE KAM ES ZUM DEBÜT DES 18-JÄHRIGEN MARCUS RASHFORD?

Die Verletztenliste ist lang bei ManUnited. Beim Warmlaufen zur Partie im Old Trafford wurde sie noch länger. Der französische Stürmer Anthony Martial verspürte Probleme in der Oberschenkelmuskulatur. Er musste passen. "Es ist kein Riss oder so etwas", beruhigte van Gaal nach der Partie, die Martials Ersatz so maßgeblich mitentschied, als er in der 64. und 75. Minute aus einem 1:1 ein 3:1 machte. Am Ende stand es 5:1, das Hinspiel hatte Manchester 1:2 beim dänischen Meister verloren.

WER IST DIESER MARCUS RASHFORD?

Eine Frage, die Manchester United noch am Abend des Debüts von Marcus Rashford auf der Vereins-Homepage beantwortete. Geboren wurde er am 31. Oktober 1997 in Manchester, dort wuchs er auch auf. Er stammt aus der Vereinsakademie. Der Stürmer machte in der U18 in der vergangenen Saison als Toptorjäger auf sich aufmerksam. Er war auch der Captain der U19.

WIE SIND DIE REAKTIONEN AUF SEIN DEBÜT?

Natürlich durchweg positiv. "Was für eine fantastische Leistung von Marcus Rashford bei seinem Debüt in der ersten Mannschaft", twitterte der verletzte deutsche Nationalmannschaftskapitän und Rashford-Teamkollege Bastian Schweinsteiger. "Weniger Cristiano Ronaldo, mehr Ruud van Nistelrooy. Das war der Auftrag an Marcus Rashford. Vergiss die Wunder-Tore", beschrieb die "Daily Mail", er habe sich auf das Wesentliche konzentrieren sollen. "Genau das hat er gemacht, aber es war auch ein bisschen wundervoll."

WELCHE AUSWIRKUNGEN HABEN RASHFORDS TORE, DER SIEG UND DAS WEITERKOMMEN AUF VAN GAALS ZUKUNFT?

Eine Aus gegen den Außenseiter wäre wohl zuviel gewesen. Der Sieg, auch in der Höhe, kam also zur rechten Zeit. Zumal an diesem Sonntag Titelkandidat FC Arsenal beim 20-maligen Titelträger antritt. "Der Niederländer hat nichts falsch gemacht", lobte der "Telegraph". "Und er verdient sich eine Erholungspause von der dauernden Kritik und der Spekulation über seine Zukunft", befand das Blatt sogar und erinnerte auch noch mal an die 14 Spieler, die van Gaal verletzt nicht zur Verfügung stehen. Irgendwie auch ein Glück, sonst hätte Rashford womöglich nicht gespielt.

dpa


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