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Laura Dahlmeier gewann die Verfolgunfg vor Marie Dorin Habert und Kaisa Mäkäräinen.

Laura Dahlmeier gewann die Verfolgunfg vor Marie Dorin Habert und Kaisa Mäkäräinen. © Antonio Bat

Biathlon

Dahlmeier und Schempp gewinnen Verfolgung in Pokljuka

Eine Bayerin und ein Schwabe mischen derzeit die Biathlon-Welt auf. Laura Dahlmeier und Simon Schempp gewinnen die Verfolgungsrennen beim Weltcup in Pokljuka. Doch im Gelben Trikot laufen sie noch nicht.

Pokljuka. In Laura Dahlmeier und Simon Schempp haben die deutschen Biathleten wieder zwei echte Siegertypen. Die Bayerin holte sich in Pokljuka in der Verfolgung ihren zweiten Saison-Erfolg, der Schwabe stand zum dritten Mal in diesem Winter ganz oben auf dem Podium.

Nur weil die Partenkirchnerin beim Saison-Auftakt krank fehlte und der Uhinger in Östersund patzte, laufen die beiden Vorzeige-Skijäger noch nicht im Gelben Trikot der Weltcup-Spitzenreiter. Auch bei den letzten Wettkämpfen des Jahres mit den Massenstart-Rennen am Sonntag wird es nicht zur Wachablösung an der Spitze des Gesamtklassements kommen. Irgendwann soll es aber soweit sein.

"Die Saison ist noch lang. Da wird sich schon noch einiges durchmischen und auch andere vorne mit dabei sein", glaubt Schempp. Nach seinem achten Karrieresieg liegt der 27-Jährige in der Gesamtwertung als Dritter 60 Punkte hinter Martin Fourcade. Der Franzose war gegen Schempp wie schon im Sprint als erneuter Zweiter machtlos.

Gar 97 Punkte hinter der neuen Spitzenreiterin Marie Dorin Habert hat sich Dahlmeier nach ihrem vierten Weltcup-Erfolg auf Platz sieben eingeordnet. "An den Gesamtweltcup denke ich nicht", sagte die 22-Jährige.

Franziska Hildebrand hatte daran gedacht, doch sie vergab die Chance, als erste Deutsche nach Magdalena Neuner das Gelbe Trikot zu erobern. Die Sprint-Dritte wurde lediglich Verfolgungs-Zwölfte und ist mit 26 Punkten Rückstand Gesamt-Dritte. Immerhin holte Hildebrand einen der sechs deutschen Saison-Siege, die fünf anderen gehen auf die Konten von Schempp und Dahlmeier.

Mit Sprint-Siegerin Marie Dorin Habert arbeitete mit Dahlmeier perfekt zusammen. Sie teilte sich die Führungsarbeit mit der Französin. Als die zweimalige Weltmeisterin vor dem letzten Schießen auf der Abfahrt aber stürzte, erkämpfte sich die Deutsche den entscheidenden Vorsprung in dem Zehn-Kilometer-Rennen. "Man hat schon mit Köppchen laufen müssen", sagte sie und freute sich genau wie Schempp über einen perfekten Auftritt am Schießstand.

Zwei Tage nach seinem Sprint-Erfolg setzte sich der Schwabe auch im Jagdrennen über die 12,5 Kilometer souverän durch. Bei den Männern ging es im deutsch-französischen Duell mit Fourcade nicht so harmonisch zu wie bei den Frauen. "Da waren ein bisschen Unstimmigkeiten da, ich verstehe nicht, warum er das macht", rätselte Schempp. "Es war das Gleiche wie letzte Woche. Er wollte nicht vorgehen, da habe ich ihm zugerufen: Together (Zusammen)."

Schempp-Rivale Fourcade, der seinen 26-Sekunden-Rückstand aus dem Sprint aufgeholt hatte, verlor das Rennen jedoch am Schießstand. Der Franzose musste nach dem letzten Anschlag einmal in die Strafrunde. "Das war der Knackpunkt", befand Bundestrainer Andreas Stitzl.

Neben Dahlmeier und Schempp überzeugten auch fast alle anderen deutschen Skijäger. Mit den Plätzen fünf und sechs schafften Franziska Preuß und Vanessa Hinz ebenfalls tolle Verfolgungs-Ergebnisse. Nach einem Frühstart war lediglich Miriam Gössner als 41. weit zurück. Doch im Massenstart ist sie genauso dabei wie ihre Kolleginnen.

Bei den Männern hat nur Daniel Böhm die Qualifikation für das Duell der 30 Besten verpasst. Mit den Plätzen elf, zwölf und 13 überzeugten Andreas Birnbacher, Erik Lesser und Benedikt Doll.

Verfolgungsweltmeister Lesser schaffte sein bestes Saisonergebnis. "Von 21 auf zwölf, damit kann ich zufrieden sein", sagte er. Der zweimalige Östersund-Zweite Arnd Peiffer lief auf Platz 27.

dpa


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