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IN DIE KNIE GEZWUNGEN: Frank Carstens schimpfte nach der 18:31-Klatsche in Großwallstadt. „Ich bin fassungslos", sagte der Trainer der TSV Hannover-Burgdorf.

IN DIE KNIE GEZWUNGEN: Frank Carstens schimpfte nach der 18:31-Klatsche in Großwallstadt. „Ich bin fassungslos", sagte der Trainer der TSV Hannover-Burgdorf.© Petrow

18:31-Pleite in Großwallstadt

Burgdorf wie "eine Schülermannschaft"

Die TSV Hannover-Burgdorf kann es in der Handball-Bundesliga auswärts nicht – beim TV Großwallstadt verlor der Auftsteiger hoch mit 18:31.

GROSSWALLSTADT. Die „nächste größere Überraschung“ hatte Trainer Frank Carstens angekündigt, aber sich etwas anderes darunter vorgestellt. Statt des ersten Auswärtssieges setzte es für die TSV Hannover-Burgdorf eine böse Packung beim Favoriten TV Großwallstadt. Carstens meinte nach der 18:31-Klatsche: „Ich bin fassungslos.“

„Wir haben nicht die Qualität gezeigt, die wir zeigen müssen“, sagte der sportliche Leiter Stefan Wyss, „wir sind alle angefressen, weil wir es besser können. Wir sind alle sauer.“ Vier Siege fehlen Burgdorf nach Carstens’ Rechnung noch im Abstiegskampf. Und es sieht stark danach aus, als müsse der Aufsteiger alle Punkte in der AWD-Hall holen. Die nächste Chance: Am 28. Februar kommt Magdeburg, Carstens’ Klub in der kommenden Saison. „Die werden genauso verteidigen wie Großwallstadt“, vermutet der Trainer, „da müssen wir unsere Lehren ziehen.“

In Großwallstadt wirkten die Burgdorfer völlig mut- und harmlos. „So wird man vermöbelt. Wir haben uns wie eine Schülermannschaft den Schneid abkaufen lassen“, schimpfte Carstens. Anschaulich schlecht die Chancenverwertung: Großwallstadts Torwart Mattias Andersson wuchs über sich hinaus. „Weltklasse“, urteilte Wyss. „Aber das reicht nicht, um unsere Leistung zu erklären“, fand Carstens.

Zunächst hatte es gar nicht nach dieser heftigen Klatsche ausgesehen. Daniel Brack gelang das 1:0 nach einer Minute. Aber Großwallstadt wachte auf, Burgdorf hingegen stellte die Gegenwehr ein. Die Gäste verloren völlig die Linie und ließen sich überrollen. Zwischen dem zweiten Burgdorfer Tor und dem dritten vergingen acht endlos lange Minuten. „Nach zehn Minuten war das Spiel gelaufen“, ärgerte sich der Burgdorfer Trainer.

Einzig Routinier Jacek Bedzikowski nahm Carstens aus der Kritik. Ansonsten bekamen alle Spieler Carstens’ Ermahnung mit auf den Heimweg: „In der Bundesliga gewinnt man kein Spiel im Schongang.“             dt


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