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1899 Hoffenheim setzt weiter auf Trainer Julian Nagelsmann (l) und Sportdirektor Alexander Rosen.

1899 Hoffenheim setzt weiter auf Trainer Julian Nagelsmann (l) und Sportdirektor Alexander Rosen. © Uwe Anspach

Fußball

Bis 2021 in Hoffenheim: Trainer Nagelsmann setzt Zeichen

Vorerst kein FC Bayern und auch kein anderer großer Verein: Erfolgstrainer Julian Nagelsmann hat seinen Vertrag in Hoffenheim langfristig verlängert. Mit ihm bleibt auch sein engster Vertrauter.

Zuzenhausen. Er wurde bereits als künftiger Bayern-Trainer gehandelt und auch schon mit Borussia Dortmund in Verbindung gebracht. Doch nun hat Julian Nagelsmann erst einmal ein anderes Zeichen gesetzt und seinen Vertrag bei 1899 Hoffenheim bis ins Jahr 2021 verlängert.

Zusammen mit dem jüngsten Trainer der Bundesliga-Geschichte band sich auch der Sportdirektor für gleich mehrere Jahre an den Verein: Der Vertrag mit Alexander Rosen sei vorzeitig bis 2020 verlängert worden, teilte die TSG mit.

"Julian und Alex haben mit ihrer Kompetenz, Geduld, Weitsicht und Hartnäckigkeit maßgeblich zur großartigen sportlichen Entwicklung der TSG Hoffenheim beigetragen", sagte Geschäftsführer Peter Görlich. "Der jüngste Erfolg trägt klar die Handschrift der beiden."

Mit nur 28 Jahren übernahm Nagelsmannn die Hoffenheimer Bundesliga-Mannschaft, als diese im Februar 2016 auf dem vorletzten Tabellenplatz stand. Nicht einmal anderthalb Jahre später qualifizierte sich der Verein zum ersten Mal in seiner Geschichte für den Europapokal und darf Ende August als Bundesliga-Vierter sogar in der Champions-League-Qualifikation mitspielen.

Er verspüre "große Lust und Vorfreude auf die bevorstehenden Herausforderungen", sagte Nagelsmann. Die Vertragsverlängerungen von ihm und Rosen seien "ein Meilenstein auf unserem eingeschlagenen Weg", sie seien starke Zeichen "an den Club, die Mannschaft sowie das Funktionsteam und ein Ausweis für Kontinuität und Stabilität".

Noch bis vor kurzem schien nicht einmal der 1899-Mäzen und Mehrheitsgesellschafter Dietmar Hopp daran zu glauben, seinen 29-jährigen Erfolgstrainer länger als bis zu seinem ursprünglichen Vertragsende im Sommer 2019 in Hoffenheim halten zu können. Er sei sich sicher, dass Nagelsmann "in einigen Jahren einer der gefragtesten Trainer der Welt sein wird. Auf einer Stufe, auf der heute Pep Guardiola, Jürgen Klopp oder José Mourinho stehen", sagte der SAP-Gründer im April in einem Interview der "Welt am Sonntag".

Nicht kommuniziert wurde am Freitag, ob die neuen Verträge von Nagelsmann und Rosen auch jeweils eine Ausstiegsklausel enthalten, die für den Tag vorsorgen könnte, an dem der FC Bayern München vielleicht tatsächlich einmal Interesse speziell an Nagelsmann haben könnte. Aber auch der 38 Jahre alte Rosen war in den vergangenen Wochen durchaus bei anderen Clubs wie dem VfL Wolfsburg im Gespräch.

"Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass die TSG nach so vielen Jahren in unterschiedlichen Positionen mehr als ein normaler Arbeitgeber ist", sagte der Direktor Profifußball am Freitag. Diesen Posten hatte er im April 2013 übernommen, vorher leitete der frühere Bundesliga-Profi von Eintracht Frankfurt das Nachwuchsleistungszentrum des Vereins. Mit seiner Unterschrift unter den neuen Vertrag machte Rosen zudem deutlich, kein Problem damit zu haben, dass ihm der frühere DFB-Sportdirektor Hans-Dieter Flick ab dem 1. Juli als neuer Geschäftsführer Sport übergeordnet wird.

Die dringlichste Aufgabe besteht für Rosen und Nagelsmann in den kommenden Wochen darin, den Hoffenheimer Kader umzubauen. Noch wurde kein gleichwertiger Ersatz für die zum FC Bayern wechselnden Nationalspieler Sebastian Rudy und Niklas Süle verpflichtet. Außerdem droht der Weggang des Junioren-Nationalspielers Nadiem Amiri. Als Neuzugänge sind immerhin zwei andere Nationalspieler im Gespräch: Matthias Ginter von Borussia Dortmund und vor allem Serge Gnabry, der am Donnerstag seinen Weggang von Werder Bremen angekündigt hat.

dpa


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