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Arnd Peiffer erwischt im letzten der beiden Oberhofer Rennen einen rabenschwarzen Tag.

Arnd Peiffer erwischt im letzten der beiden Oberhofer Rennen einen rabenschwarzen Tag. © Hendrik Schmidt

Biathlon

Biathlon-Männer wollen in Ruhpolding wieder treffen

Der Bundestrainer verordnete Ruhe nach den Fehlschüssen von Oberhof. "Wir werden die Waffe jetzt mal komplett wegstellen, ein bisschen regenerieren nach den drei harten Rennen, dann nach vorne gucken und es in Ruhpolding möglichst besser machen", kündigte Mark Kirchner an.

Oberhof. Erstmals in diesem Biathlon-Winter hatte es für die deutschen Skijäger an einem Weltcup-Wochenende in den Einzelrennen keinen Podestplatz, ja noch nicht einmal einen Top-Ten-Platz gegeben. Auch, weil Topläufer Andreas Birnbacher grippekrank gefehlt hatte. Aber auch, weil seine Kollegen weit unter ihren Möglichkeiten geblieben waren. "Wir haben am Schießstand zu viele Fehler gemacht. Das wird in dem engen Männerfeld knallhart bestraft. Und deswegen stehen wir auch jetzt nicht mit besseren Ergebnissen da", sagte Kirchner.

"Wir sind sicherlich nicht zufrieden. Dafür haben wir einen anderen Anspruch", sagte der dreimalige Olympiasieger und siebenmalige Weltmeister. "Unser Ziel ist es", so der 42-Jährige weiter, "immer einen auf das Podest zu bringen. Aber man darf diese ganzen Dinge auch nicht immer so dramatisieren."

Wie Miriam Gössner im Damen-Rennen erwischte vor allem der ehemalige Sprint-Weltmeister Arnd Peiffer im letzten der beiden Oberhofer Rennen einen rabenschwarzen Tag am Schießstand, traf im Verfolgungsrennen beim ersten Stehendanschlag keine einzige Scheibe. "Da fühlt man sich wie mit einem Betonklotz an den Beinen. Es ist ja Wahnsinn, fünfmal in diese Runde zu gehen", sagte der Harzer nach seinem Missgeschick. "Ich stand schlecht da, habe eh schon gewackelt. Es hat einfach nichts gepasst, alle Bausteine, die nötig sind, um zu treffen, waren irgendwie nicht vorhanden."

Dabei sind die Biathleten so gut in Schuss wie schon lange nicht mehr. Die Arbeit von Kirchner und seinem Kollegen Fritz Fischer hat Früchte getragen. "Wir haben eine komplett geschlossene Männermannschaft. Leistungsfähig und stark", lobte Thomas Pfüller, der Sportdirektor des Deutschen Skiverbandes. "Für mich ist es besonders wichtig, dass wir zu diesem Zeitpunkt auch läuferisch dabei sind." Die Skijäger könnten, "wenn sie einen guten Tag erwischen und natürlich auch treffen - aus eigener Kraft auf das Podest springen. Das ist das Gute an der Männermannschaft", meinte Pfüller.

Schon am Donnerstag beim nächsten Heim-Weltcup in Ruhpolding wollen sie ihre Klasse wieder zeigen. Einen Tag nach der Damen- steht im letztjährigen WM-Ort die Herrenstaffel auf dem Programm. In Oberhof war das DSV-Quartett ebenfalls ohne Birnbacher auf Rang drei gelaufen. Ob der Schlechinger schon am Donnerstag wieder dabei ist, wird sich zeigen. "Er hat leicht trainiert, ist locker Ski gelaufen. Mal sehen, wie sich das entwickelt. Wir hoffen natürlich, dass er uns wieder zur Verfügung steht", sagte Kirchner.

dpa


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