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Floyd Landis verlor 2006 seinen Tour de France Sieg wegen Dopings.

Floyd Landis verlor 2006 seinen Tour de France Sieg wegen Dopings.

Doping

Behörden wollen Doping-Untersuchungen ausweiten

Die Doping-Anschuldigungen von Radprofi Floyd Landis führen in den USA womöglich zu näheren Untersuchungen der Behörden, der Rad-Weltverband UCI hat die Vorwürfe gegenüber Lance Armstrong sowie weiteren Fahrern indes erneut zurückgewiesen.

New York/Aigle. Landis hatte neben Armstrong auch seinen US-Landsleuten Levi Leipheimer, George Hincapie und David Zabriskie unterstellt, während ihrer Zeit beim Team US Postal gedopt zu haben. Dabei behauptete Landis, positive Tests von der Tour de Suisse 2001 seien nicht öffentlich gemacht worden. Dem widersprach die UCI in einer Mitteilung. Keiner der positiven EPO-Tests von 2001 bis 2003 stamme von Fahrern der fraglichen Schweiz-Rundfahrt. „Die UCI bekräftigt die totale Transparenz ihrer Anti-Doping-Tests und lehnt kategorisch jeden Verdacht in Bezug auf die Verschleierung der Ergebnisse ab“, hieß es weiter. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) habe nun eine Kopie aller Berichte über positive Analysen erhalten. Darüber hinaus wurden alle Analysen der Tour de Suisse 2001 zum Olympischen Komitee der Schweiz gesandt, teilte die UCI mit.

In den USA wird einem Bericht der „New York Times“ zufolge erwogen, die Ermittlungen nach Landis’ Aussagen um die Punkte Betrügerei und Verschwörung ausweiten. Die Tageszeitung beruft sich auf zwei in die Untersuchungen eingebundene Personen. Dabei gehe es unter anderem darum, ob Geld des Postdienstleisters US Postal dazu genutzt wurde, Dopingmittel für die Fahrer des Teams zu besorgen. Die Firma war von 1996 bis 2004 Hauptsponsor der Mannschaft um den siebenmaligen Tour de France-Sieger Armstrong, der Doping stets bestritten hat. Auch die anderen Ex-Kollegen von Landis, der jüngst Doping bei seinem Tour-Sieg 2006 zugegeben hatte, wehren sich gegen dessen Vorwürfe. Landis, dem der Erfolg wieder aberkannt wurde, hat nach eigenen Angaben keine Beweise für seine Anschuldigungen.

Die Untersuchungsbeamten in den USA wollen sich auch mit einem Vertrag zwischen Armstrong und der Firma S.C.A. Promotions beschäftigen. Letztere hatte sich 2004 geweigert, einen Bonus von fünf Millionen Dollar an den Amerikaner zu zahlen, nachdem dieser in einem Buch des Dopingmissbrauchs beschuldigt wurde. Armstrong hatte daraufhin S.C.A. Promotions verklagt. Die Agentur musste letztlich die fünf Millionen Dollar sowie zusätzlich eine Strafe von zweieinhalb Millionen Dollar zahlen. dpa


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