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Markus Böckermann (r) und Lars Flüggen feiern den Gewinn der Deutschen Meisterschaft.

Markus Böckermann (r) und Lars Flüggen feiern den Gewinn der Deutschen Meisterschaft. © Axel Heimken

Beach-Volleyball

Beachboys Böckermann/Flüggen holen deutschen Titel

Beide nationalen Meistertitel der Beachvolleyballer gehen nach Hamburg. Nach den Olympiasiegerinnen Ludwig/Walkenhorst holen Markus Böckermann und Lars Flüggen den Sieg. Für das neue Jahr stehen die deutschen Spitzenduos vor einem Umbruch - nur die Golden Girls nicht.

Timmendorfer Strand. Nach dem Frust über das frühe Aus bei den Olympischen Spielen haben sich Markus Böckermann und Lars Flüggen die deutsche Beachvolleyball-Meisterschaft gesichert.

Die Hamburger, die in Rio de Janeiro bereits in der Vorrunde ausgeschieden waren, setzten sich vor 6000 Zuschauern in Timmendorfer Strand im Finale des nationalen Championats gegen die Berliner Jonathan Erdmann und Thomas Kaczmarek mit 2:1 (12:13, 19:21, 15:12) durch.

Bei den Damen hatten sich zuvor die Olympiasiegerinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst ihren dritten gemeinsamen Meistertitel gesichert. Insgesamt strömten an den vier Turniertagen an der Ostsee 70 000 Beachvolleyball-Anhänger zu den insgesamt 60 Spielen.

Für Blockspezialist Böckermann (30) ist es Meisterschafts-Triumph Nummer zwei nach dem Sieg mit Mischa Urbatzka 2013, für Partner Flüggen (26) der Premieren-Titel. "Nach Rio war dieser Titel extrem wichtig. Über den Willen haben wir den nötigen Druck aufgebaut, der uns nach der erfolgreichen Olympia-Qualifikation gefehlt hatte", sagte Flüggen. Für das olympische Turnier an der Copacabana hatte sich das Duo vom Club an der Alster mehr ausgerechnet. "Erst Anfang dieser Woche haben wir im Training wieder das abgerufen, was wir können", berichtete Abwehrspieler Flüggen weiter.

In der kommenden Woche wollen die neuen deutschen Meister in einem Gespräch klären, ob sie auch 2017 als Duo zusammenspielen werden. "Wir haben beide noch Lust, weiterzumachen - auch zusammen", sagte Böckermann. "Wenn wir das Gleiche wollen, die gleichen Ziele haben, machen wir weiter", bemerkte Flüggen. Allerdings will der Verband ab dem kommenden Jahr auch neue Strukturen in der Spitzenförderung der Teams aufbauen. "Ich glaube nicht, dass uns das beeinflussen wird", sagte Flüggen.

Das Interims-Duo Kay Matysik (Berlin) und Alexander Walkenhorst (Essen) holte im "kleinen Finale" mit einem 2:0 (21:18, 21:16) gegen die Zwillinge Bennet und David Poniewaz (Kiel) Rang drei.

Auch am Sonntag war die Ahmann-Hager-Arena direkt an der Ostsee wieder voll besetzt. Der Vorjahresrekord von 60 000 Besuchern wurde nochmals um 10 000 überboten. "Das war eine nahezu perfektes Wochenende", betonte Frank Mackerodt, der Organisator der nationalen Beach-Tour. Die nächste Auflage des Kultturniers gibt es vom 31. August bis 3. September 2017 in Timmendorfer Strand.

dpa


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