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Paderborns Torwart Lukas Kruse wird nach dem Spiel gegen den MSV mit Feuerzeugen beworfen und hält eines davon in der Hand.

Paderborns Torwart Lukas Kruse wird nach dem Spiel gegen den MSV mit Feuerzeugen beworfen und hält eines davon in der Hand. © Jonas Güttler

Fußball

Bayern im Schongang, Pep in Karo - Schalke quält sich

Im Karo-Hemd mit hochgekrempelten Ärmeln erlebte Josep Guardiola den ersten Schritt des FC Bayern auf dem Weg zu neuen Titeln. Beim viertklassigen Dorfclub BSV Rehden bekleckerte sich der Triple-Sieger der vergangenen Saison in der 1. Runde des DFB-Pokals aber auch nicht mit Ruhm.

Berlin. Gleichwohl fiel der 5:0-Sieg am Montagabend deutlich souveräner aus als das mühevolle 2:0 des FC Schalke 04. Und die Knappen spielten sogar nur gegen einen Fünftligisten namens FC Nöttingen.

Auch in den beiden weiteren Begegnungen setzten sich die jeweils klassenhöheren Teams durch. Zweitligist Union Berlin gewann beim Drittligaverein Jahn Regensburg trotz Rückstands durch ein Tor von Abdenour Amachaibou (19. Minute) mit 2:1 (2:1). Zu verdanken hatten es die Gäste aus Köpenick ihren Neuzugängen: Sören Brandy (21.) und Benjamin Köhler (42.) wendeten das Blatt noch vor der Pause. Die Berliner ließen sich auch von der Roten Karte gegen Verteidiger Marc Pfertzel (70.) nicht irritieren. Vier Minuten vor Schluss sah Regensburgs Sebastian Nachreiner zudem Gelb-Rot.

Unions Liga-Rivale SC Paderborn verwehrte dem finanziell so angeschlagenen Zwangsabsteiger MSV Duisburg die Geldspritze von 250 000 Euro für das Erreichen der zweiten Runde. Der SC setzte sich mit 3:2 (2:1) durch. Vor 17 191 Zuschauern im Duisburger Stadion reichten dem MSV die Tore von Michael Gardawski (31. Minute) und Filip Orsula (90.+1) nicht. Daniel Brückner (37.), Rick ten Voorde (38.) und Jens Wemmer (80.) machten den Paderborner Sieg perfekt.

Gerade mal zwei Tore bis zur Halbzeit brachte auch die Startruppe der Bayern gegen die No-Names aus der 1800-Seelen-Gemeinde Rehden hin. Xherdan Shaqiri (18. Minute) und Nationalspieler Thomas Müller (45.) waren zur Stelle gewesen. Und Müller ließ sich auch nach der Pause nicht lumpen: Per Foulelfmeter (59.) und mit einem Kopfball (64.) war Müller noch zweimal erfolgreich. Arjen Robben stellte in der 88. Minute den Endstand her.

Berauschend oder spielerisch inspirierend war der Auftritt des Champions-League-Siegers aber nicht. Die Gefahr einer weiteren Pokalsensation allerdings bannten die Bayern vier Tage vor dem Bundesliga-Beginn gegen Borussia Mönchengladbach mit einer Mischung aus Routine und Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.

Richtig zittern mussten die Schalker. Vor 12 470 Zuschauern im Karlsruher Wildparkstadion sorgten der niederländische Torjäger Klaas-Jan Huntelaar (30. Minute) für die Führung. Erst in der Nachspielzeit stellte Leon Goretzka (90.+3) den äußerst schmeichelhaften Sieg sicher.

Von einem Klassenunterschied war nichts zu sehen. Im Gegenteil. Der Fünftligist hatte anfangs gleich zwei hochkarätige Möglichkeiten zur Führung. Erst konnte Timo Hildebrand einen Linksschuss von Mario Bilger (4.) gerade noch ans Aluminium lenken, dann traf auch Holger Fuchs (16.) per Kopf nur die Latte.

dpa


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