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Jupp Heynckes nimmt Franck Ribéry in den Arm: Beide haben maßgeblichen Anteil am Erfolg.

Jupp Heynckes nimmt Franck Ribéry in den Arm: Beide haben maßgeblichen Anteil am Erfolg. © Arne Dedert

Fußball

Bayern feiert frühesten Meistertitel in der Bundesliga

Der FC Bayern hat mit der schnellsten Meisterschaft in der Bundesliga-Geschichte die Regentschaft von Borussia Dortmund im deutschen Fußball nach zwei Jahren wieder beendet.

Berlin. Die Münchner sicherten mit dem 1:0 (0:0)-Erfolg bei Eintracht Frankfurt den 23. Titel und sind schon nach dem 28. Spieltag nicht mehr von der Spitze zu verdrängen. Trotz des 4:2 (1:2) gegen den FC Augsburg liegt Titelverteidiger Dortmund bei sechs ausstehenden Partien mit 20 Punkten hinter dem Team von Trainer Jupp Heynckes.

Der FC Schalke 04 vergrößerte mit dem 2:0 (0:0)-Erfolg bei Werder Bremen die Sorgen der Hanseaten und rückte zudem näher Bayer Leverkusen und den dritten Platz zur direkten Champions-League- Qualifikation heran. Die Rheinländer kamen gegen den VfL Wolfsburg nur zu einem 1:1 (1:0). Borussia Mönchengladbach verbesserte mit dem 1:0 (0:0) gegen Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth seine Ausgangslage im Schlussspurt um die Europa-League-Ränge. Der SC Freiburg setzte sich im Duell der Anwärter auf die internationalen Plätze beim Hamburger SV mit 1:0 (0:0) durch.

Mit der Blitz-Meisterschaft stellten die Münchner zugleich eine neue Bestmarke auf: Elf Siege nacheinander waren noch keinem Club in 50 Jahren Bundesliga innerhalb einer Saison gelungen. Mit einem feinen Hackentrick sorgte Nationalspieler Bastian Schweinsteiger (52. Minute) für den Rekord-Erfolg. "20 Punkte Vorsprung sechs Spieltage vor Schluss - das ist eine wunderbare Antwort auf die beiden letzten Jahre. Jetzt wollen wir aus einer Super-Saison noch eine Super-Super-Saison machen", meinte ein stolzer Präsident Uli Hoeneß.

Zunächst taten sich die Bayern gegen den Aufsteiger, der auf Rang sechs rutschte, schwer. David Alaba setzte seinen Strafstoß an den rechten Außenpfosten (27.), nachdem Thomas Müller von Marco Russ zu Fall gebracht worden war. Zumindest vor dem Anpfiff gab es eine gute Nachricht für die Eintracht-Fans: Nach langem Hin und Her verlängerte Abwehrspieler Sebastian Jung seinen bis Sommer 2014 gültigen Vertrag vorzeitig.

Nach dem 0:0 beim FC Malaga im Hinspiel des Champions-League- Viertelfinals baute BVB-Coach Jürgen Klopp sein Team gleich auf sieben Positionen um. Zunächst agierten die Borussen souverän und gingen durch Julian Schieber (22.) in Führung. Doch Augsburg drehte die Partie mit einem Doppelpack von Daniel Baier (43.) und Kevin Vogt (45.) kurz vor der Pause.

Nach gut 50 Minuten reagierte Klopp und brachte die zunächst geschonten Robert Lewandowski und Mario Götze. Wenig später glich Schieber (52.) aus, Neven Subotic (64.) und Lewandowski (90.+2) sorgten für die gelungene Generalprobe für den Auftritt gegen Malaga am Dienstag. Die Augsburger liegen trotz einer couragierten Leistung auf dem Relegationsplatz nur noch einen Punkt vor 1899 Hoffenheim, das am Freitag mit 3:0 gegen Fortuna Düsseldorf gewonnen hatte.

Leverkusen verpasste den zweiten Erfolg nacheinander und liegt nun schon sechs Zähler hinter Dortmund. Ungeachtet der Spekulationen um die Zukunft von Trainer Sascha Lewandowski und André Schürrle erarbeitete sich Bayer zahlreiche Chancen und kam durch den Nationalspieler (12.) zum 1:0. Wolfsburg kam erst spät in Schwung, erreichte aber durch Simon Kjaer (70.) das dritte Unentschieden in Serie. Bei neun Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz ist die Abstiegsgefahr so gut wie gebannt.

Das gilt noch nicht für Bremen. Schon seit sieben Siegen nacheinander wartet Werder nun auf einen Sieg und liegt nur sieben Zähler vor Augsburg. Julian Draxler (51.) und Ciprian Marica (68.) sorgten für den Schalker Jubel - den Königsblauen fehlen nur noch vier Punkte auf Leverkusen.

Gegen die aussichtslosen, aber tapfer kämpfenden Fürther tat sich Gladbach lange schwer, kam am Ende durch Luuk de Jong (74.) aber zum verdienten Erfolg. Die Borussen-Leihgabe Matthias Zimmermann erlebte mit seiner Gelb-Roten Karte (66.) eine bittere Rückkehr an den Niederrhein.

Eine Woche nach der 2:9-Klatsche in München kassierte der HSV den nächsten Rückschlag. Jonathan Schmid erzielte in der 69. Minute den entscheidenden Treffer für die Breisgauer, die sich auf Rang fünf schoben. Die Hanseaten konnten ihre Europapokal-Ambitionen hingegen nicht untermauern und bleiben vorerst Neunter.

dpa


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