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Die Stars des FC Barcelona werden bei ihrer Friedenstour in Nahost sehnsüchtig von den Fans erwartet. Die Polizei versucht den Trubel in Grenzen zu halten.

Die Stars des FC Barcelona werden bei ihrer Friedenstour in Nahost sehnsüchtig von den Fans erwartet. Die Polizei versucht den Trubel in Grenzen zu halten. © Abed Al Hashlamoun

Fußball

Barcelona-Stars auf "Friedenstour" in Nahost

Mit seiner "Friedenstour" in Nahost hat der FC Barcelona vor allem die Herzen der jüngeren Fans höher schlagen lassen. Jubelnde Kinder und Jugendliche empfingen Lionel Messi, Neuzugang Neymar und die anderen Meisterkicker bei ihrem Besuch in Israel und den Palästinensergebieten.

Jerusalem. Der Weltclub will mit seiner historischen Reise neue Brücken des Dialogs zwischen beiden Seiten schlagen. Als Höhepunkt dienten jeweils Mini-Fußballspiele mit tausenden von Kindern im Westjordanland und in Tel Aviv - und das bei brütender Sommerhitze.

Der Nahost-Konflikt gilt als besonders harte Nuss, dennoch erhofft sich so mancher gerade vom Fußball positive Anstöße für eine Versöhnung. Es sei wichtig darauf hinzuweisen, dass der Besuch des FC Barcelona zu einem Zeitpunkt stattfinde, an dem Israel und die Palästinenser sich gerade bei neuen Nahost-Friedensgesprächen um eine Einigung bemühten, sagte Vereinspräsident Sandro Rosell am Samstag in Bethlehem. "Barcelona wird alles tun, was dabei helfen kann, den Konflikt zu lösen und für Ruhe auf der Welt und hier zu sorgen."

Vor einem Training mit israelischen Kindern im Bloomfield-Stadion von Tel Aviv besuchte der FC Barcelona am Sonntag zunächst die Klagemauer in Jerusalem. Aus Respekt vor der heiligen Stätte trugen die Spieler dabei eine weiße Kippa und folgten dem Brauch, einen Zettel mit einem persönlichen Wunsch in die Ritzen zwischen den alten Steinen zu stecken.

Anschließend traf die Delegation des spanische Fußballmeisters den israelischen Staatspräsidenten Schimon Peres, der gerade seinen 90. Geburtstag gefeiert hat, und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Der rüstige Präsident kickt bei dem Friedensspiel in Tel Aviv den ersten Ball. "Abgesehen von der persönlichen Aufregung jedes einzelnen Kindes ist der Besuch von Barcelona in Israel und den Palästinensergebieten ein Meilenstein auf dem Weg zu einem Dialog zwischen den Völkern mit Hilfe des Sports", sagte der Vorsitzende des Peres-Friedenszentrums, Ido Scharir.

Am Samstag waren Messi, Neymar & Co nach ihrer Ankunft auf dem Flughafen von Tel Aviv weiter nach Bethlehem zur Geburtskirche gereist. Die Straßen waren gesäumt von Hunderten von Palästinensern, die Barcelona-Trikots trugen und Vereinsfahnen schwenkten. Noch kurz vor der Abreise in den Nahen Osten hatte der brasilianische Fußball-Nationalspieler Neymar beim 8:0-Kantersieg gegen seinen alten Arbeitgeber FC Santos seine Premiere für den FC Barcelona gefeiert.

In Bethlehem traf die katalanische Delegation auch mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zusammen. Der Aufenthalt des spanischen Meisters sei ein "historischer Moment für das palästinensische Volk", sagte Dschibril Radschub, der Vorsitzende des palästinensischen Fußball-Verbandes. "Wir würden lieber mehr Spiele und weniger Straßensperren sehen."

dpa


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