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Trainer Thomas Tuchel trainiert mit seiner Mannschaft für das Spiel um den Gruppensieg.

Trainer Thomas Tuchel trainiert mit seiner Mannschaft für das Spiel um den Gruppensieg. © Bernd Thissen

Fußball

BVB und Schalke spielen um Gruppensieg - FCA-Wunder?

Der FC Augsburg hat die schwerste Aufgabe der drei deutschen Europa-League-Starter. Im Gegensatz zum BVB und zu Schalke 04 müssen die Fußball-Schwaben um die Teilnahme an der K.o.-Runde noch mächtig kämpfen.

Düsseldorf. Borussia Dortmund und Schalke 04 sind längst durch, der FC Augsburg braucht ein mittleres Fußball-Wunder.

FCA-Kapitän Paul Verhaegh formulierte die Aufgabenstellung glasklar: "Wir wollen das Unmögliche schaffen" - und im direkten Duell mit Partizan Belgrad um Platz zwei doch noch in die K.o.-Runde der Europa League stürmen. Beim BVB und den Königsblauen stand schon vor dem letzten Gruppenspieltag fest, dass beide im internationalen Wettbewerb überwintern.

"Wir wollen die Sensation schaffen. Wir werden alles versuchen", kündigte Augsburg-Manager Stefan Reuter vor dem Auftritt am Donnerstag in Belgrad an. Der Abenteuertrip durch Europa geht nur weiter, wenn der Bundesliga-16. mindestens drei Tore erzielt und 3:1 oder höher gewinnt. Ein 2:0 reicht nach dem 1:3 von Augsburg nicht. Chefcoach Markus Weinzierl: "Wir sind nicht der Favorit, aber wir wollen europäisch überwintern."

Dortmund und Schalke hatten das schon vorher perfekt gemacht. Bei den Trainern Thomas Tuchel und André Breitenreiter geht es in den Auseinandersetzungen mit PAOK Saloniki und bei Asteras Tripolis deshalb nur noch um die Frage, ob am Ende der ersten Europa-Etappe Platz eins oder zwei bilanziert wird.

Schalke führt seine Gruppe mit elf Punkten vor Sparta Prag (9) und den bereits ausgeschiedenen Griechen aus Tripolis (4) an. In der BVB-Gruppe ist der Zweikampf zwischen dem russischen Tabellenführer FK Krasnodar und der Borussia (beide 10) ein Fernduell. Nur wenn Krasnodar beim FK Qäbälä in Aserbaidschan patzt, können die Westfalen Erster werden: Im direkten Vergleich hat der BVB nach dem 2:1 in Dortmund und dem Auswärts-0:1 den Nachteil.

Rang eins kann bei der Ziehung am Montag (13.00 Uhr) in Nyon/Schweiz ein möglicherweise leichteres Los bescheren. Denn die zwölf Europa-League-Gruppensieger und die vier besten Gruppendritten als "Absteiger" aus der Champions League kommen in Topf 1 und haben im Rückspiel Heimrecht. "Wir wollen unbedingt gegen PAOK gewinnen, um vielleicht doch noch Erster zu werden", betonte BVB-Profi Gonzalo Castro.

Aus sportlicher Sicht ist das Duell eher unbedeutend, aus Sicherheitsgründen brisant: "Wir klassifizieren das Spiel als Hochrisikospiel", sagte Polizeidirektor Michael Stein voller Sorge um ähnliche Ausschreitungen wie im ersten Duell Anfang Oktober in Griechenland.

Damals gab es laut Sportdirektor Michael Zorc "beschämende Bilder" aus Saloniki, wo BVB-Fans mit dem Zünden von Pyrotechnik eine Spielunterbrechung provoziert und dem Club eine Geldstrafe von 60 000 Euro eingebracht hatten. Um Ähnliches zu verhindern, sollen in Dortmund fast 1000 Polizisten für Sicherheit sorgen.

Sportlich ist den Dortmundern und den Schalkern eines gemein: das Selbstvertrauen. Der BVB rückte dank des 2:1 in Wolfsburg bis auf fünf Zähler an Tabellenführer Bayern heran. Die Schalker sind nach dem 3:1 gegen Hannover Sechster. Drei Spiele und drei Siege sind das Ziel von S04 vor dem Auftritt in Tripolis und den bis Weihnachten ausstehenden Ligapartien.

"Wir wollen Gruppenerster bleiben. Sollten wir in Tripolis und die restlichen zwei Bundesligaspiele in Augsburg und gegen Hoffenheim gewinnen, haben wir eine gute Hinrunde gespielt", sagte Mittelfeldmann Max Meyer.

dpa


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