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Angelique Kerber beim Aufschlag.

Angelique Kerber beim Aufschlag. © Lukas Coch

Tennis

Australian Open: Lösbare Aufgaben für Kerber und Co.

Die deutschen Tennis-Damen können mit der Auslosung für die am Montag beginnenden Australian Open zufrieden sein. Für die deutschen Herren kam es dagegen knüppeldick. Vor allem Nachwuchshoffnung Alexander Zverev steht vor einer nur schwer lösbaren Aufgabe.

Melbourne. Losglück für Angelique Kerber und Co., schwere Gegner für die deutschen Herren: Nach der Zeremonie im Melbourne Park konnten nur die deutschen Tennis-Damen den am Montag beginnenden Australian Open mit einem guten Gefühl entgegenblicken.

Die deutsche Nummer eins und ihre neun weiteren für das Hauptfeld qualifizierten Kolleginnen erwischten durchweg lösbare Aufgaben für die erste Runde beim Grand-Slam-Auftakt. Den deutschen Herren, bislang eh nur mit gerade einmal drei Profis vertreten, droht dagegen ein kollektives frühes Scheitern.

"Damit kann man gut leben", sagte Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner nach einem ersten Blick auf das Turnier-Tableau. Kerber bekommt es am Dienstag zunächst mit der Japanerin Misaki Doi zu tun, gegen die sie bislang in drei Partien noch nie verloren hat. "Das ist in Ordnung, man darf sie aber nicht unterschätzen. Sie ist genau wie ich Linkshänderin, das ist immer ein bisschen ungewohnt", sagte die Kielerin. Erst im Viertelfinale würden in der spanischen Weltranglisten-Dritten Garbiñe Muguruza oder der wiedererstarkten Victoria Asarenka aus Weißrussland schwere Brocken warten.

Doch eigentlich war Kerber die Auslosung nicht wichtig. Egal wer sich ihr in den kommenden Tagen in den Weg stellen wird, die Nummer sieben der Welt will in diesem Jahr endlich beweisen, dass sie auch bei den großen Events ihr Leistungsvermögen abrufen kann. "Natürlich sind Prognosen bei Grand Slams sehr schwierig, da es dort auf so viele Dinge ankommt. Aber klar ist: Ich möchte meine Ergebnisse dort verbessern", kündigte Kerber selbstbewusst an. Im vergangenen Jahr war sie bei keinem der vier Major-Events über die dritte Runde hinausgekommen.

Am Freitag trainierte sie mit ihrer Freundin und Fed-Cup-Kollegin Andrea Petkovic. Beide zeigten sich in guter Verfassung. Während Kerber in Melbourne erst am Dienstag einen Tag nach ihrem 28. Geburtstag ins Geschehen eingreift, ist Petkovic bereits zum Auftakt am Montag gefordert. Die Darmstädterin trifft auf Jelisaweta Kulitschkowa aus Russland und geht ebenfalls als klare Favoritin in die Partie. "Alles gut", sagte sie gut gelaunt.

Sabine Lisicki, die dritte gesetzte Deutsche, spielt in der ersten Runde gegen die Tschechin Petra Cetkovska, Julia Görges hat gegen Andreea Mitu aus Rumänien ebenfalls beste Aussichten auf ein Weiterkommen. Ein Debakel wie im letzten Jahr, als Kerber, Lisicki und Petkovic allesamt in der ersten Runde rausflogen, dürfte es für die deutschen Tennis-Damen dieses Mal im Normalfall also nicht geben.

Bei den krisengeschüttelten deutschen Herren wäre es dagegen schon sehr überraschend, wenn am Ende der Woche noch ein Vertreter im Turnier wäre. Vor allem Nachwuchshoffnung Alexander Zverev erwischte es knüppeldick. Der 18 Jahre alte Hamburger trifft am Dienstag auf den Weltranglisten-Zweiten Andy Murray, gegen den er zu Beginn des Jahres bereits beim Hopman Cup verloren hatte.

Die deutsche Nummer eins Philipp Kohlschreiber geht gegen den an den Nummer sieben gesetzten Kei Nishikori am Montag ebenfalls als Außenseiter in die Partie. Das leichteste Los erwischte Benjamin Becker in dem Israeli Dudi Sela. Dafür droht dem Davis-Cup-Profi im Falle eines Weiterkommens in der zweiten Runde ein Duell mit dem Spanier Rafael Nadal.

In Mischa Zverev, Daniel Brands und Peter Gojowczyk können drei weitere deutsche Herren noch den Sprung ins Hauptfeld schaffen. Das Trio steht in der dritten Runde der Qualifikation, die an diesem Samstag ausgetragen wird.

dpa


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