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Mark Webber (li.) und Sebastian Vettel nach dem Rennen in Monaco.

Mark Webber (li.) und Sebastian Vettel nach dem Rennen in Monaco.© ap

Motorsport

Angst vor Webber-Hattrick - Vettel will’s wissen

Bloß kein Hattrick: Am Bosporus will Sebastian Vettel die Siegesserie des Red-Bull-Rivalen Mark Webber stoppen und erstmals in seiner Karriere die WM-Führung übernehmen.

Istanbul. Während Michael Schumacher nach der bitteren Strafe für das Monaco-Manöver auf die Unterstützung der türkischen Fans setzt, will Landsmann Vettel beim Großen Preis in Istanbul mit seinem reparierten Rennwagen wieder richtig durchstarten. „Ich hatte Probleme das Auto zu spüren, nach dem letzten Rennen haben wir festgestellt, dass das Chassis einen Knacks hatte und konnten auch weitere defekte Teile auffinden. Für Istanbul sollte aber alles behoben sein“, sagte Vettel. „Ich bin optimistisch."

Nicht Schumacher gegen Rosberg, nicht Alonso gegen Massa - Webber gegen Vettel ist derzeit das heißeste interne Duell der Königsklasse. Der Spitzenreiter aus Down Under düpierte die versammelte Konkurrenz bei den vergangenen Rennen in Barcelona und in Monaco. Platz eins in der WM-Wertung vor dem siebten Saisonlauf ist der Lohn; allerdings liegt Vettel punktgleich mit 78 Zählern mehr als nur auf der Lauer.

33 Jahre alter Routinier gegen einen 22 Jahre alten Piloten, der erst seine dritte komplette Saison absolviert und für Bernie Ecclestone der kommende Weltmeister ist. „Bei den letzten Rennen waren wir auf Augenhöhe mit dem besseren Ausgang für Mark“, bilanzierte Vettel die vergangenen Duelle. Zusammen haben Webber/Vettel die Führung in der Konstrukteurswertung übernommen, die für die Verteilung der Gelder wichtig ist. 3:3 steht es im persönlichen Kampf, aber Webber konnte einen Sieg mehr einfahren als Vettel. Daher auch die Führung im Klassement. Und das Begehren anderer Teams.

Webbers Vertrag mit Red Bull endet nach dieser Saison. Frühestens in sechs Wochen beim Rennen in Silverstone rechnet der Australier mit einer Entscheidung. Die Konzentration gilt einzig und allein dem kommenden Kräftemessen. „Im Moment denke ich nur über das nächste Rennen in der Türkei nach“, betonte Webber: „Der Rest wird sich ergeben.“

Und was ergibt sich beim Rest? „Wir hoffen auf weitere Fortschritte in der Türkei, nachdem wir schon einige Verbesserungen in Barcelona und Monaco verbuchen konnten“, sagte Mercedes-Star Schumacher. Der 41 Jahre alte Rekordweltmeister vergnügte sich am vergangenen Wochenende mal wieder beim Kartfahren. Nachdem Schumacher in den ersten vier Rennen jeweils hinter seinem Teamkollegen Nico Rosberg gelandet war, wendete sich mit dem umgebauten Silberpfeil vor zwei Läufen das Blatt - nur weil er nachträglich in Monaco für sein spektakuläres Überholmanöver bestraft wurde, landete er auf Rang zwölf statt auf Platz sechs.

„Die türkischen Fans haben mich immer sehr unterstützt, und schon allein deshalb wird es sehr schön sein, dort wieder zu fahren - vor einer Kulisse, die uns hoffentlich stark anfeuert“, betonte Schumacher. Erstmals soll der neue F-Schacht-Heckflügel zum Einsatz kommen, Neuerungen in der Aerodynamik inklusive. „Es ist noch ein langer Weg bis zur gewünschten Leistungsstärke“, meinte Teamchef Ross Brawn - derzeit liegt Rosberg auf Gesamtrang acht mit 56 Punkten, Schumacher ist Neunter. Der Kerpener kommt auf lediglich 22 Zähler.

Weitaus besser liegt Fernando Alonso im WM-Rennen. Der zweimalige Weltmeister hat nach seiner sensationellen Aufholjagd in Monte Carlo von Rang 24 auf Platz sechs nur drei Punkte Rückstand auf das Red- Bull-Duo Webber/Vettel. Er wartet nur darauf, lachender Dritter im Duell der beiden Führenden zu werden. Weltmeister Jenson Button ist nach seinem Monaco-Ausfall im McLaren-Mercedes aktuell WM-Vierter (70). dpa


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