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Wohin geht die Reise in der Regionalliga? Clas-Ole Widderich und der SC Langenhagen haben sich das obere Tabellendrittel vorgenommen.

Wohin geht die Reise in der Regionalliga? Clas-Ole Widderich und der SC Langenhagen haben sich das obere Tabellendrittel vorgenommen.
© Plümer

Volleyball

Wie geht es weiter bei den Volleyballerinnen des SC Langenhagen?

SCL-Frauen haben nach dem Abstieg aus der 3. Liga einen großen Umbruch hinter sich und peilen in neuer Umgebung dennoch das obere Drittel an.

Volleyball. Immer die Ruhe zu bewahren, das war für die Frauen des SC Langenhagen in der vergangenen Saison schon nicht leicht gewesen. Aber auch nach dem Drittligaabstieg waren mitunter gute Nerven nötig. In der langen Pause bis zum Saisonstart in der Regionalliga Nordwest musste erst einmal Wesentliches geregelt und ein neuer Kader zusammengestellt werden. Zwischenzeitlich habe er diesbezüglich durchaus Sorgen gehabt, erzählt Clas-Ole Widderich. Was verständlich ist, wenn man plötzlich nur noch zu viert dasteht, wie der SCL-Coach berichtete. „Das ist ein bisschen wenig“, sagt er. „Da konnte man schon Bammel bekommen, ob es überhaupt genügend Spielerinnen werden.“

Mittlerweile sind Widderich und Sven Thiemann, der als Co-Trainer ebenso weitermacht, diese Sorge los. An den Übungseinheiten seit Ende Mai haben auch immer wieder Trainingsgäste teilgenommen, um zu sehen, ob man gut miteinander auskommen und es mit einem Wechsel nach Langenhagen etwas werden kann. So gehört jetzt etwa Lena Bernhard zum Kader, sie kommt aus Minden und hatte schon im Frühjahr zur Probe mittrainiert. Auch Daniela Hülsebusch hat sich dem SCL angeschlossen. Bei ihr kann man im Grunde von einer Reaktivierung sprechen, denn zuletzt war sie nur im Beachvolleyball unterwegs. Und Christina Kornblum, einst in Münster erstklassig am Ball, ist nach einer Babypause nun bei den Langenhagenerinnen mit von der Partie.

Ein etwa 18-köpfiges Aufgebot mit Spielerinnen im Alter von 15 bis 36 Jahren stehe momentan zur Verfügung, sagt Widderich. Wobei es noch die eine oder andere Veränderung geben könnte. Bei Svenja Sei­fried beispielsweise sei abzuwarten, wann sie ihre Ellbogenverletzung, die ihr schon länger zu schaffen macht, auskuriert haben wird. Maria Kamanovsky, Neuzugang von der VSG Hannover, laboriert zurzeit an einer Zerrung. Und ob mit Lina Hüller geplant werden kann, hängt davon ab, an welchem Ort sie beruflich tätig sein wird. Nach ihrem Studium befindet sie sich momentan auf einer Südamerika-Tour. „Auf jeden Fall haben wir ein stark verändertes Aufgebot“, sagt Widderich.

Mit dem der SCL in der Regionalliga nicht nur mithalten, sondern eine gute Rolle spielen will. Laut Widderich hat die Mannschaft selbst das Ziel ausgegeben, „den Weg nach oben“ zu suchen. „Mit dem Kader, den wir haben, kann man das auch. Leistungsmäßig ist diese Klasse nicht viel schlechter als die 3. Liga“, sagt der Trainer, „aber der Aufwand ist geringer.“ Dementsprechend weniger Kosten habe man zu stemmen; Langenhagens Coach schätzt die Differenz auf 4000 Euro im Vergleich zur vergangenen Saison. „Die Schiedsrichter, die Fahrten zu Auswärtsspielen oder die Anmeldungen für unsere Spielerinnen aus Polen sind jetzt günstiger.“ Die Reise am Freitagabend ist ebenfalls ganz kurz: Für ein Trainingsspiel, das um 20 Uhr beginnt, geht es zu den SF Aligse.

Von Dirk Herrmann


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