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Würzburgs Peter Kurzweg (l) im Duell mit Anthony Ujah von Werder Bremen.

Würzburgs Peter Kurzweg (l) im Duell mit Anthony Ujah von Werder Bremen. © Daniel Karmann

Fußball

Werder Bremen gewinnt in Würzburg

Mit einer großen Portion Glück hat Werder Bremen die nächste Blamage im DFB-Pokal abgewendet. Der Fußball-Bundesligist gewann am Samstag seine Erstrundenpartie bei den Würzburger Kickers glanzlos mit 2:0 (0:0, 0:0) in der Verlängerung und vermied damit das fünfte Aus in Serie gegen einen Drittligisten.

Würzburg. Vor 9706 Zuschauern erlösten Anthony Ujah (102. Minute) und Fin Bartels (108.) die Gäste.

Während Bremen nach den Auftaktpleiten in Heidenheim (2011), Münster (2012) und Saarbrücken (2013) sowie dem Drittrunden-Aus 2014 in Bielefeld ein spätes Happy End erlebte, verpasste Würzburg im Gegensatz zur Vorsaison den überraschenden Einzug in Runde zwei.

Von einem Klassenunterschied war in Unterfranken aber nichts zu sehen, der Drittliga-Aufsteiger von Trainer Bernd Hollerbach wirkte trotz der Temperaturen von mehr als 35 Grad spritziger und kreierte über weite Phasen die besseren Chancen. Weil die Möglichkeiten aber ungenutzt blieben, schlug Bremen am Ende zu.

Der Favorit aus dem Norden, der noch ohne den neu verpflichteten Stürmer Aron Johannsson antrat, erspielte sich eigentlich nur zu Beginn ein Übergewicht. Bevor Referee Rene Rohde den Akteuren die erste von mehreren Trinkpause genehmigte, hatten die Bremer bereits zwei Chancen vergeben: Jannik Vestergaard köpfte auf das Tornetz (9.), der Freistoß von Zlatko Junuzovic streifte die Latte (24.).

Vor der Pause nahm die Partie an Fahrt auf. Die beste Gelegenheit vergab Bartels, der den Würzburger Keeper umkurvte, dann aber an Verteidiger Peter Kurzweg auf der Linie scheiterte (34.). Auf der Gegenseite zeigte Royal-Dominique Fennell eine Einzelleistung, kam aber nicht an Werder-Torwart Felix Wiedwald vorbei (36.). Der auffällige Mittelfeldspieler Daniel Nagy kam zweimal gefährlich zum Abschluss, aber Wiedwald parierte (48./51.).

Die Bundesliga-Elf von Trainer Viktor Skripnik agierte lange ohne Durchschlagskraft. Die zwei Klassen tiefer spielenden Kickers hielten lange auch konditionell mit. Die Würzburger kamen immer wieder zu Chancen: In der 78. Minute erzielte Marco Haller eigentlich die Führung, wurde aber wegen einer umstrittenen Abseitsstellung zurückgepfiffen.

Am Ende war es eine Einzelaktion, die die Vorentscheidung brachte: Der Ex-Kölner Ujah behauptete im Strafraum den Ball und traf aus spitzem Winkel durch die Beine von Torwart Reinhard Brunnhübner. Als Würzburg hinten aufmachte, vollendete Bartels einen Konter.

dpa


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