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King Kong: Roger Kong muss heute und morgen mit Waspo daheim im Stadionbad gegen Duisburg ran.

King Kong: Roger Kong muss heute und morgen mit Waspo daheim im Stadionbad gegen Duisburg ran.
 © Petrow

Wasserball-Play-offs

Waspo-Torwart Kong wieder der King?

Die Wasserballer von Waspo 98 treffen Sonnabend und Sonntag im zweiten und dritten Halbfinale im Stadionbad (jeweils 18.30 Uhr) auf Duisburg. Hannovers Torwart Roger Kong erklärt im Interview, worauf es in der Serie ankommt.

Hannover. Er ist nicht der Größte, zählt aber im Wasserball zu den Stärksten: Torwart Roger Kong steht mit Waspo 98 vor dem zweiten (heute) und dritten (morgen) Halbfinalspiel gegen den ASC Duisburg (jeweils 18.30 Uhr, Stadionbad). Mit zwei Paraden im Fünfmeter-Werfen beim 14:13-Sieg im ersten Spiel hat der 32-Jährige sein Team in eine perfekte Ausgangsposition gebracht.

Herr Kong, alles roger nach dem ersten Sieg in der Halbfinalserie?

Ja, es war aber ein richtig knappes Ding in Duisburg. Wir haben es uns selber unnötig schwer gemacht und zwei Drei-Tore-Vorsprünge nicht über die Zeit gerettet.

Warum konnte Duisburg zurückkommen und nach einem 7:4 und 9:6 kurz vor Ende noch ausgleichen?

Einerseits haben wir uns zu sicher gefühlt, anderseits haben wir viel zu locker weitergemacht. Duisburg war enorm griffig und motivierter. Sie haben unsere dummen Fehler bestraft.

Sie hat aber gar nichts aus der Bahn gebracht. Gerade im Fünfmeter-Krimi konnte sich die Mannschaft auf Ihre Stärken verlassen ...

Am Ende ist es immer noch eine Teamleistung. Und im Fünf-Meter-Werfen ist es eine Kombination aus Reaktionsschnelligkeit, Erfahrung und natürlich Glück.

Das Tor ist drei Meter breit und die Latte befindet sich 90 Zentimeter über dem Wasser. Wie bereiten Sie sich auf die Fünfmeter vor?

Ich habe eine kleine Mediathek mit Videos und kenne die Lieblingsecken der Schützen. Viele Torhüter machen sich groß und versuchen das ganze Tor einzunehmen. Das mache ich aber nicht, weil ich zu klein bin.

Worauf legen Sie dann mit Ihren 1,83 Metern in diesen Momenten den Fokus?

Ich verlasse mich auf meine Video-Sammlung und Erfahrung. Einige gegnerische Spieler kenne ich auch aus der Nationalmannschaft oder aus vorherigen Duellen. Man muss einfach ganz cool bleiben und natürlich reaktionsschnell sein.

Bereiten Sie sich jetzt erneut auf ein Fünfmeter-Werfen vor, wenn Duisburg am Sonnabend und Sonntag in Hannover gastiert?

Natürlich bereiten wir uns auf diese Möglichkeit vor und trainieren es. Aber dieses Mal schaffen wir es in der regulären Zeit. Zuhause haben wir durch die Halle einen Vorteil und packen es.

Hört sich ganz klar nach einer Favoritenrolle von Waspo an.

Ja, aufgrund unserer Spielstärke sind wir favorisiert. Aber auch Duisburg ist mit zehn Nationalspielern nicht schlecht aufgestellt. Sie werden sich bestimmt wieder gut auf uns einstellen.

Was macht Duisburg zu einem unangenehmen Gegner? Ist es ihr aggressiver Spielstil?

Das ist auch eine Stärke von ihnen. Sie treten mannschaftlich sehr geschlossen auf und sind neben ihrer Aggressivität auch sehr griffig. Wir müssen dagegenhalten und den Schiedsrichtern vertrauen, dass sie die Härte nicht so tolerieren. Aufpassen müssen wir besonders auf Verteidiger Julian Real und Angreifer Paul Schüler.

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass Waspo am Sonntag den Einzug ins Finale perfekt macht?

Es ist schwer einschätzbar. Wir wollen nicht unter Druck geraten – sondern gewinnen. Keiner hat Bock auf ein erneutes Spiel in Duisburg..

Von René Wenzel


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