Navigation:
Zufrieden: Hannovers Turn-Held Andreas Toba freut sich nach seiner Übung am Pauschenpferd

Zufrieden: Hannovers Turn-Held Andreas Toba freut sich nach seiner Übung am Pauschenpferd

Hannovers Turn-Held

Toba jubelt und darf zur WM

Erst gab er alles, dann lächelte er selig: Hannovers Turn-Held Andreas Toba hat beim Quali-Wettkampf für die WM ein rundum überzeugendes Comeback gegeben nach seiner schweren Verletzung bei Olympia in Rio. Top-Wertung an den Ringen, Top-Wertung am Pauschenpferd – kurz darauf hatte der 26-Jährige das Ticket für die Einzel-Weltmeisterschaft in Montreal (2. bis 8. Oktober) in der Tasche.

Stuttgart. „Das war ein großer Schritt, den ich geschafft habe. Ich bin zufrieden, wie alles lief. Das war schon sehr gut für mich“, freute sich Toba. Er hatte allen Grund dafür: 14,35 Punkte an den Ringen, 14,100 am Pferd – so viel wie kein anderer unter Deutschlands Topturnern bei der WM-Qualifikation des Deutschen Turner-Bundes. Am Sonntag wurde er dann offiziell fürs sechsköpfige WM-Aufgebot nominiert.

Hannovers Star-Turner vom TKH, der das deutsche Olympia-Team in Rio trotz eines Kreuzbandrisses ins Finale geführt hatte, hat den letzten Beweis erbracht: Er ist zurück nach seiner Verletzung und drei Knie-Operationen. Nur zwei Kurzauftritte in der zweiten Turn-Liga hatte er bisher absolviert – und hunderte Stunden Training, um das kaputte Knie so schnell wie möglich wieder belastbar zu bekommen.

Ganz ideal lief’s noch nicht, urteilte Toba trotz der Qualifikation: „Ich habe mein Zeug gut geturnt. Ein paar Kleinigkeiten liefen aber nicht optimal, das hatte noch Ecken und Kanten.“ Heißt auch: „Da ist schon noch Luft nach oben“ – für perfektere Übungen und mehr Punkte.

Doch auch an einem richtig guten Tag dürfte es in Montreal richtig schwer werden für Toba. Eine Medaille wird’s ganz sicher nicht bei dem unglaublichen Niveau in der Weltspitze, schon das Erreichen eines Einzel-Finales wäre ein großer Erfolg: „Da muss schon einiges passieren und der Wettkampf fast perfekt für mich laufen“, sagt Toba. Er hat ohnehin ein ganz anderes Ziel: „Für die Einzel-WM nominiert zu sein, ist so schon etwas sehr Besonderes. Ich will meine Übung qualitativ verbessern, und sie dann so gut wie möglich durchturnen“, sagt Toba. „Ich nehme mir das Finale nicht als Ziel, ich will mich einfach steigern im Laufe des Jahres und den bestmöglichen Wettkampf zeigen.“ Ein gutes Vorzeichen: Das Knie hielt bei der Quali in Stuttgart. Noch Schmerzen? „Gar keine, alles okay“, sagt Toba: „Gott sei Dank ist das endlich wieder heile!“

Von Jonas Szemkus


Bildergalerien Alle Galerien
Anzeige
Vergleiche alle Wettquoten für Spiele von Hannover 96 bei SmartBets.