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Wieder in einem Team: Admir Jukovic (links) und Sascha Schulz.

Wieder in einem Team: Admir Jukovic (links) und Sascha Schulz.
© Zwing

Basketball

TSV Barsinghausen startet in schwierige Saison

Zum Auftakt in die Oberliga-Spielzeit hat sich im Kader der Deisterstädter einiges getan. Der ein oder andere Akteur kehrt ins TSV-Trikot zurück.

Barsinghausen. Die Pause ist für den TSV Barsinghausen ein wenig länger gewesen. Weil der MTV Gifhorn, Barsinghausens erster Gegner, sein Team zurückgezogen hat, beginnt die Oberliga-Spielzeit erst am Sonntag: Um 15 Uhr ist der MTV/BG Wolfenbüttel II in der KGS-Halle an der Goe­thestraße zu Gast.

In der vergangenen Saison war der TSV als Aufsteiger gleich auf Rang zwei gestürmt und hätte den Durchmarsch in die 2. Regionalliga wagen können, verzichtete aber. Trotzdem wird die zweite Saison in der Oberliga hart: Der eigene Kader und die Stärke der Gegner sind die Gründe. Fehlen wird den Deisterstädtern vor allem Aufbauspieler Oleg Burhanau, der für ein Jahr auf Weltreise geht. Auch Flügelspieler Robert Ehlers legt wegen seines dualen Studiums ein Jahr Basketballpause ein. Zudem wird Topscorer Emmanuel Bocandé fast die gesamte Hinrunde fehlen, da er zum Studium in Paris weilt. Nicht ganz so weit, aber immer noch zu weit weg studiert Lars Hecht. Aus Koblenz kommt er nur im Urlaub in die Heimat und kann dann mitspielen.

Dass der Kader dennoch nicht sonderlich kleiner wird, dafür sorgen drei Neue beziehungsweise Rückkehrer. Aufbauspieler Kevin Sirowi war schon fast Basketball-Invalide, doch nach einer erneuten Schulter-Operation kann er nun wieder spielen. „Er hat seine Reha erfolgreich hinter sich und war in den Testspielen schon wieder Leistungsträger“, freut sich Teamsprecher Yannick Schneider.

Jukovic ist zurück am Deister

Nach drei Jahren Pause kehrt Aufbauspieler Admir Jukovic an den Deister zurück. „Nach seinen Jahren in Grasdorf sucht er noch einmal eine sportliche Herausforderung“, meint Schneider und baut auf die Spielintelligenz sowie den sicheren Distanzwurf des 36-Jährigen. Einziger echter Neuzugang ist Flügelspieler Rainer Papke. In Berlin hatte der 34-Jährige von Landes- bis Regionalliga alle Stationen durchlaufen. Nun zog es ihn zu Freundin und Kind nach Bad Nenndorf – da ist Barsinghausen naheliegend.

Aufgrund der deutlich gestiegenen Qualität der Liga dürfte die Saison schwierig werden. Aus der 2. Regionalliga stiegen der VfL Hameln und der SC Weende ab. Die Hannover Korbjäger zogen sich aus der 1. Regionalliga freiwillig in die Oberliga zurück. Lokalrivale CVJM Hannover hat ebenso aufgerüstet und will oben dabei sein. Und Aufsteiger TSV Neustadt II wird mit seinen Routiniers aus dem Regionalliga-Kader ebenfalls hoch gehandelt.

„Da ist unser vorrangiges Ziel zunächst der Klassenerhalt. Meine Mannschaft hat jedoch das Potenzial, erneut eine gute Saison abzuliefern und im oberen Drittel der Tabelle mitzuspielen“, hält Spielertrainer Timo Thomas dennoch viel von seinem Team. Nur muss es nach der wenig zufriedenstellenden Vorbereitung mit eingeschränkten Trainingszeiten und schwacher Beteiligung noch zusammenwachsen. Die zwei Testspiel-Niederlagen gegen Regionalligist TK Hannover waren schon ernüchternd – schließlich hatte es gegen denselben Gegner in der Vorbereitung vor einem Jahr noch Siege gegeben.

Doch all das zählt am Sonntag gegen den Neuling aus Wolfenbüttel nicht mehr. Die Formation ist als Aufsteiger komplett unbekannt, aber dennoch muss der TSV ein Rezept finden, um die ersten Punkte einzufahren. Denn harte Gegner wird es noch genug geben.

Von Matthias Abromeit


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