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Das Zehn-Kilometer-Feld beim Scharnhorst-Lauf liegt zu Beginn des Rennens noch eng zusammen.

Das Zehn-Kilometer-Feld beim Scharnhorst-Lauf liegt zu Beginn des Rennens noch eng zusammen.
 © Foto: Abromeit

Leichtathletik

Streckenrekorde beim Scharnhorst-Lauf

Die waren ja beide wirklich schnell. Das müssten Streckenrekorde sein“, staunte auch Cheforganisator Reinhard Reuter. Sein Gefühl täuschte den Mann vom TSV Bordenau nicht. Bei der 32. Auflage des Scharnhorst-Laufes waren sowohl Andreas Solter vom LAC Langenhagen als auch die Hannoveranerin Ulrike Wendt auf der Zehn-Kilometer-Strecke so schnell wie noch keiner zuvor.

Scharnhorst.  Solter hatte nach seinem Sieg in 34:31 Minuten noch mehr Grund zur Freude. „Das ist für mich überhaupt Zehn-Kilometer-Bestzeit“, sagte der Sieger. Auch der zweitplatzierte Rene Jäger (TV Lohnde) erkannte nach seinen 35:05 Minuten die Übermacht an. „Der war heute einfach besser“, gab Jäger zu. Es steckt allerdings mitten im Training für den Frankfurt-Marathon und hatte sich erst morgens nach dem Aufstehen spontan zu einem Start in Bordenau entschlossen.

Bei den Frauen sorgte Ulrike Wendt (Hannover 96) in 37:44 Minuten für den neuen Streckenrekord. Sie blieb sogar um 1:03 Minuten unter der Bestmarke, die die Lan­genhagenerin Gwendolyn Mewes im vergangenen Jahr hingelegt hatte. Auch diesmal war Mewes wieder mit von der Partie, wurde in 40:22 Minuten aber nur Zweite. Das hatte aber einen einleuchtenden Grund. Mewes war die 27 Kilometer von ihrem Zuhause in Hannover-Bothfeld nach Bordenau gejoggt, um dort das Zehn-Kilometer-Rennen zu bestreiten. „Ich bin im Marathon-Training für Berlin. Heute hat zudem mein Mann Jörg Geburtstag, und wir feiern noch. Da hatte ich wann anders keine Zeit fürs Training“, sagte Mewes.

Die Läufer aus der Nachbarschaft sorgten indes auf der Fünf-Kilometer-Strecke für Furore. Besonders die Garbsenerin Elisa Mesenbrink. Als Fußballerin lehrte sie die Lauf-Spezialistinnen das Fürchten. Schon nach 19:35 Minuten lief die U-20-Jugendliche locker lächelnd ins Ziel. Im 99-köpfigen Feld auf dieser Strecke waren nur sieben Männer schneller gewesen. Jennie Flender (Rübenberger Renner) lag als Zweite aller Frauen in 21:12 Minuten schon deutlich zurück. Nummer zwei der Männer in diesem Lauf war Julian Hey (Germania Helstorf). Er musste sich nach 18:05 Minuten nur dem wiedererstarkten Kirchdorfer Benjamin Grüne (17:48) geschlagen geben.

Mit nur insgesamt 277 Finishern kam der Lauf nicht an die Rekordzahl von 312 Läufern aus dem Vorjahr heran – auch weil das TSV-Neustadt-Running-Team statt mit 57 diesmal nur mit sieben Kindern kam. Doch auch die reichten für Erfolge. Friederike Lopez-Schmidt ließ im Ein-Kilometer-Lauf alle Mädchen hinter sich und gewann in 4:09 Minuten. Auch Jungen-Sieger Leonhard Günther aus Neustadt war in 4:06 Minuten kaum schneller gewesen.

Von Matthias Abromeit


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