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Hannover

Starkes Rugby-Team besiegt Portugal

Pascal Fischer ließ sich den pochenden Schmerz nicht anmerken und schrieb mit der heilen Hand fleißig Autogramme. Ein Eisbeutel kühlte seinen kaputten rechten Mittelfinger. Kurz zuvor hatte der Nationalspieler von Hannover 78 noch mit verzerrtem Gesicht auf der Auswechselbank gelegen. In der letzten Minuten war sein Finger im Getümmel umgeknickt. Am Rande bekam er mit wie sein Team mit 50:27 gewann.

Hannover. Das Spiel bot am Sonnabend bis zum Schluss ganz viel Drama für die 8173 Fans im Rudolf-Kalweit-Stadion. „Eine Kulisse, mit der wir niemals gerechnet haben“, gestand DRV-Geschäftsführer Volker Himmer, der auf 5000 Zuschauer gehofft hatte. OB Stefan Schostok ließ sich das Rugby-Fest nicht entgehen. Auch Jens Bürkle und Morten Olsen von den Handball-Recken waren da – und sahen von Beginn an ein emotionales, mitreißendes Spektakel.

Schon nach drei Minuten lag das nervöse deutsche Team, das das Abstiegs-Duell in der Europadivison 1a unbedingt gewinnen musste, mit 0:5 hinten. Die Abwehr bekam ein wildes Ei der Portugiesen nach einem Kick nicht zu fassen. Die Iberer schon. Und legten eiskalt den ersten Versuch. „Lass niemals einen Ball aufkommen“, erinnerte Kapitän Sean Armstrong hinterher an die „Rugby-Regel Nummer eins“. Doch sein Team steckte den Schockstart locker weg und verkürzte schnell per Strafkick auf 3:5. Zur Pause führte Deutschland bereits mit 24:8.

Nach dem Wechsel stürmte Deutschland einfach weiter. Mit breiter Brust gehts jetzt nach Rumänien (12. März) und gegen Spanien (19. März in Köln).


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