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ABGEMACHT: Die Verantwortlichen unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung für den Bundesstützpunkt Wasserball Hannover.

ABGEMACHT: Die Verantwortlichen unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung für den Bundesstützpunkt Wasserball Hannover.
© Petrow

Wasserball

So arbeiten Waspo und Sharks zusammen

Im öffentlichen Auftreten brauchen die Wasserballer noch etwas Zeit, um die neue Zusammenarbeit in Hannover auch nach außen zu zeigen. Bernd Seidensticker und Karsten Seehafer, die Macher bei Waspo 98, saßen bei der Besiegelung der Kooperation in den Räumen des Olympiastützpunkts am einen Ende des Po­diums, Jörg Deike und Mi­chael Bartels von den White Sharks am anderen. Immerhin schüttelten sie sich fürs offizielle Foto die Hände.

Hannover. Die neue Wasserball-Gemeinsamkeit beinhaltet tatsächlich für beide Bundesligisten weiterhin viel Eigenständigkeit. Sind die „Haie“ künftig das Farmteam von Waspo 98? Deike und Bartels schüttelten den Kopf. „Es gibt eine Möglichkeit, dass U-23-Nationalspieler ein Zweitspielrecht erhalten“, erklärte Bartels, „das wird aber auf die meisten unserer Spieler kaum zutreffen.“

Die hannoverschen Clubs bilden an einem Ort die Mehrklassengesellschaft im deutschen Wasserball-Oberhaus ab. Waspo ist neben Serienmeister Spandau und dem ASC Duisburg einer von drei deutschen Profivereinen, die eine annähernde internationale Konkurrenzfähigkeit erlauben. Die White Sharks dagegen sehen sich als „Amateure“. Sie haben dank einer starken Nachwuchsarbeit das Potenzial, die Gruppe der Teams hinter den großen drei anzuführen, können aber strukturell kaum zu Spandau, Duisburg und dem Lokalrivalen aufschließen.

Die Kooperation in Hannover trägt insbesondere ein gemeinsames Training der besten White-Sharks-Jugendnationalspieler mit den internationalen Waspo-Stars. Das ist vor allem im Interesse des Deutschen Schwimm-Verbandes: Die eigene Wasserball-Nationalmannschaft ist international zweitklassig. Um wieder den Anschluss zu schaffen, brauchen die Talente „Entwicklungshilfe“. Und wer kann diese in Hannover besser leisten als die Kroaten, Montenegriner und Spanier von Waspo 98? Durch das Training mit den Nachwuchs-Auswahlspielern erhalten die Waspo-Asse ferner problemlos Zutritt zu den Einrichtungen des hiesigen Olympiastützpunktes.

Ein gemeinsames Üben, zu dem auch ein wöchentliches Trainingsspiel gehören soll, kann zudem Animositäten aus der Vergangenheit entschärfen, die es zwischen den Clubs gab. „Es ist doch besser, wenn ein in Hannover ausgebildeter hochtalentierter Spieler hier auch Champions League spielt – und nicht in Berlin“, heißt es von den Seiten beider Vereine. Und atmosphärisch Mut machen die gegenseitigen guten Wünsche. „Wir hoffen, dass die White Sharks ins Halbfinale um die deutsche Meisterschaft einziehen“, sagt Seehafer. Und Bartels wünscht Waspo nicht weniger als die „deutsche Meisterschaft“.

Kurios: Zum Saisonstart der Wasserball-Bundesliga am 14. Oktober treffen beide Teams im Stadionbad im direkten Duell aufeinander ...

Von Carsten Schmidt


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