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Los gehts: Start zum Maschseelauf.© Petrow

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Hannover

Silvesterlauf: Champignon schaffts in 17 Minuten

Als Überraschungssieger John Mooneyaus Rosenheim die 5,8 Kilometer um den Maschsee am Silvestertag 2011 in 17:41 Minuten rannte, dachten alle an einen Rekord für die Ewigkeit. Dabei hielt er gerade mal 365 Tage.

Hannover. Getrieben von Gerd Wolzen von Det’s Race Team und seinem Vereinskollegen René Menzel, sprintete der Kirchdorfer Philip Champignon ins Ziel: 17:38, wie lange hält wohl dieser Rekord? „Es geht noch schneller“, sagte der 24-Jährige bei der Siegerehrung, „obwohl das heute schon optimal war. Das Wetter, die Konkurrenz, die Stimmung, das Publikum.“

Tausende verfolgten am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer den überlegenen Sieg - Champignon profitierte von einem doppelten Ausfall: Sowohl Vorjahressieger Mooney (Grippe) als auch Rekordläufer Dirk Schwarzbach (Trainingsrückstand) waren nicht am Start.

Genau zehn Jahre älter ist 96-Athletin Katrin Friedrich als die frühere Weltklasse-Radsportlerin Eva Lutz. Im Ziel aber trennten die 43-jährige Oberstudienrätin und die 33-jährige Maschinenbauerin ganze zwölf Sekunden. „Ich wollte so gerne die 21 vorne stehen haben“, es wurde eine Zeit von 22:01 Minuten für Lutz, die erstmals siegte und einen Sprung von fünf (2011) auf eins machte. Glücklich verfolgte Ulrike Wendt den Einlauf. Die Siegerin von 2010, deren 21:13 seit langem unerreicht sind, musste aus freudigem Grund passen: „Ich bin im dritten Monat. Es ist fantastisch.“

Viel Prominenz hatte sich bei dem mit 3000 Läufern ausgebuchten größten Silvesterlauf Norddeutschlands auf den Weg gemacht, allen voran Kinderlauf-Schirmherrin Ursula von der Leyen: „Beim Laufen kann ich so richtig abschalten. Für diesen Silvesterlauf verlege ich mein Laufrevier gerne mal aus dem Burgdorfer Land an den Maschsee“, sagte die CDU-Spitzenpolitikerin, die erst die Kinder auf die 1000-Meter-Strecke schickte und dann selbst die Laufschuhe anzog.

In gemütlichen 35 Minuten trabte die siebenfache Mutter ins Ziel, rund sechs Minuten schneller war Oberbürgermeister Stephan Weil. „Die 30 kommt bedrohlich näher“, scherzte der Ministerpräsidentenkandidat, der für den harten Wahlkampf keine Probleme sieht: „Ich habe langen Atem, ich komme von der Laufstrecke.“

Einen großen Leistungssprung machte Tour-de-France-Held Grischa Niermann. Als Rennfahrer im Ruhestand ist er ein besserer Läufer denn je: statt 21:01 und Platz 38 nun 20:34 und Rang 19. „Ich mache mich“, scherzte der Neu-Trainer, der den Silvesterlauf ähnlich einschätzt wie Börsengeschäftsführerin Sandra Lüth, die den See umwalkte: „Ein unverzichtbares Muss zum Jahresschluss.“


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