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Mit Zug zum gegnerischen  Tor: Anna Hartje (links, im Duell mit Geras Marie Lewandowski) will in den nächsten Tagen für Deutschland zuschlagen.

Mit Zug zum gegnerischen Tor: Anna Hartje (links, im Duell mit Geras Marie Lewandowski) will in den nächsten Tagen für Deutschland zuschlagen.
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Rollhockey

Sechs Bisons in Fernost

Anna Hartje, Kim Alina Henckels und Britt Stina Johansson gehen in Nanjing bei den World Roller Games für die deutsche Nationalmannschaft auf Torejagd. Milan Brandt gibt sein Comeback bei den Männern, die Neuzugänge Rico van den Dungen und Timo Tilborghs sind für die Niederlande beim zweitklassigen FIRS-Cup im Einsatz.

Eldagsen. Nächster Halt: Nanjing. Die chinesische Metropole ist in den nächsten zwei Wochen Austragungsort der World Roller Games; einem erstmals stattfindenden Spektakel für alle Sportarten, die auf Rollen ausgetragen werden. Und auch drei Rollhockeyspielerinnen des SC Bison Calenberg sind mit von der Partie: Anna Hartje, Britt Stina Johansson und Kim Alina Henckels kämpfen mit der deutschen Nationalmannschaft bei der anlässlich der Roller Games ausgetragenen Weltmeisterschaft um den Titel.

Harte Arbeit statt Sommerpause

Die Sommerpause ist für das Trio der Bisons in diesem Jahr ausgefallen. Nach dem Final Four um die deutsche Meisterschaft, bei dem die Calenbergerinnen Mitte Mai Vizemeister wurden, begann bereits die Vorbereitung auf die WM. Bundestrainer Quim Puigvert hat seine Riege in den zurückliegenden Monaten beinahe jedes Wochenende zu Lehrgängen gebeten. „Wir haben sehr hart trainiert, jetzt können und wollen wir uns dafür belohnen. Wir wollen eine Medaille“, sagt Hartje.

Wo die deutsche Auswahl steht, erfährt sie am Sonntag. Dann startet die Nationalmannschaft gegen Spanien – und damit gegen den Europameister und Topfavoriten – ins Turnier. „Ich denke, es ist für uns ein Vorteil, gleich gegen ein Spitzenteam antreten zu müssen. So sind wir sofort richtig gefordert“, betont Hartje. Die weiteren Gegnerinnen in Gruppe A sind am Montag Frankreich, tags drauf geht es gegen die USA. Es gilt zunächst, sich eine gute Ausgangslage für das Viertelfinale zu erarbeiten.

Die 20-jährige Hartje ist guter Dinge, dass nach Platz neun bei der vor einem Jahr ausgespielten WM in Chile diesmal deutlich mehr drin ist. „Wir haben uns als Team unglaublich gut entwickelt und sind noch enger zusammengewachsen. Im taktischen Bereich haben wir einen großen Sprung nach vorn gemacht, wir verstehen uns mittlerweile blind und kennen die Laufwege der Nebenspielerin im Schlaf“, berichtet die Torjägerin.

Wichtig: Eine Portion Lockerheit

Um einen erfolgreichen Wettbewerb zu spielen, ist nach Auskunft der Bundesliga-Torschützenkönigin indes eines noch mehr vonnöten – die nötige Lockerheit: „Wir dürfen das Turnier nicht zu verbissen sehen. Wir müssen Spaß am Spiel und an der Veranstaltung haben, das muss im Vordergrund stehen“, sagt sie.

Das große Abenteuer World Roller Games in der ostchinesischen 5,4-Millionen-Metropole Nanjing dürfen übrigens noch drei weitere Bisons genießen: Nach dem Turnier der Frauen, deren Finale am Sonnabend, 2. September über die Bühne geht, beginnen die Wettbewerbe der Männer. Um die Weltmeisterschaft kämpft dann auch Milan Brandt. Der Torjäger und Kapitän der Calenberger feiert nach fünf Jahren Pause sein Comeback in der Nationalmannschaft. Die deutsche Auswahl von Nationaltrainer Jordi Molet trifft in der Gruppe auf die Teams aus Spanien, Chile und Mosambik.

Ebenfalls in China dabei sind die beiden Neuzugänge der Bisons, Rico van den Dungen und Timo Tilborghs. Die Niederländer spielen um den FIRS-Cup, an dem Mannschaften teilnehmen, die nicht für die WM qualifiziert sind.

Von Benjamin Gleue


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