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DFB-Pokal

Pokal-Jubel beim FC Oberneuland: "BVB ist richtig cool"

Der FC Oberneuland hat im siebten Anlauf erstmals das ganz große Los gezogen. Der Meister der Bremen-Liga trifft in der ersten Runde des DFB-Pokals auf Double-Sieger Borussia Dortmund.

Bremen/Hannover. "Das ist schon ein Hammer. Der BVB ist richtig cool", jubelte FCO-Präsidiumsmitglied Karen Micheli am Sonntag über die Auslosung am Vortag im deutschen EM-Quartier in Danzig. Ob der Regionalliga-Aufsteiger gegen das Dortmunder Starensemble von Trainer Jürgen Klopp ins Weserstadion umzieht, ist noch unklar. Spieltermin ist zwischen dem 17. bis 20. August.

"Ich würde lieber auf unserer Anlage bleiben. Wird es ein Flutlichtspiel, haben wir keine andere Wahl als den Umzug", sagte Micheli. Zuletzt hatte ihr Verein mit der kurzzeitigen Verpflichtung des früheren Bremer Torschützenkönigs Ailton im Jahr 2010 bundesweite Schlagzeilen produziert. Der Brasilianer konnte das Erstrunden-Aus gegen den SC Freiburg (0:1) aber nicht verhindern.

Bei sechs Pokal-Teilnahmen gelang dem FCO nur einmal 2008 der Einzug in die zweite Runde. Ein ähnliches Kunststück trauen die Clubchefs der Mannschaft von Trainer Peter Moussalli gegen den Titelverteidiger Dortmund bei aller Euphorie nicht zu. "Das wird eher ein Event als eine sportliche Veranstaltung", meinte Micheli.

Oberneulands großer Nachbar Werder Bremen tritt erstmals seit der Bundesliga-Gründungssaison 1963/1964 in einem Pflichtspiel bei Preußen Münster an. Die Westfalen rechnen mit einem ausverkauften Stadion. "Das ist eine schöne Paarung. Aufgrund der Nähe zu Bremen werden viele Werderaner mitkommen", erklärte Abwehrspieler Sebastian Prödl. Ein Erstrundenaus wie im Vorjahr in Heidenheim soll unbedingt verhindert werden.

Auch die niedersächsischen Erstlisten VfL Wolfsburg (beim FC Schönberg 95) und Hannover 96 (beim FC Nöttingen) strauchelten in jüngerer Vergangenheit mehrmals sehr früh. Sie wollen diesmal bei den Außenseitern auf der Hut sein. "Wir haben den Anspruch, dieses Erstrundenspiel zu gewinnen - auch wenn natürlich der FC Nöttingen als Fünftligist gegen uns die große Überraschung schaffen möchte", teilte 96-Trainer Mirko Slomka mit. Auf den Zweitligisten Eintracht Braunschweig wartet ein attraktives Nord-Duell beim VfB Lübeck.

"Das ist eine Super-Geschichte", kommentierte Andre Breitenreiter, Trainer des Regionalligisten TSV Havelse, das Los 1. FC Nürnberg. Vor 21 Jahren bezwang das Team aus Garbsen bei Hannover die Nürnberger schon einmal mit 4:2 im Elfmeterschießen - obwohl damals Nationalkeeper Andreas Köpke im Tor der Franken stand.

Havelses Liga-Rivale SV Wilhelmshaven hofft gegen den FC Augsburg auf eine Pokal-Überraschung. "Es ist nicht die Wunschvariante, doch wir sind froh darüber gegen einen Erstligisten spielen zu können", sagte Trainer Christian Neidhart. "Wenn der Gegner den Gästeblock nicht vollständig füllt, hoffe ich, dass die Region den Erstligisten sehen möchte", fügte er hinzu.

dpa


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