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HSV Fans gehen vor dem Stadion an einer Reihe von Polizisten entlang.

HSV Fans gehen vor dem Stadion an einer Reihe von Polizisten entlang. © Carmen Jaspersen/Archiv

Fußball

Niedersachsen lehnt Kostenbeteiligung der DFL ab

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius lehnt im Streit zwischen der Deutschen Fußball Liga (DFL) und dem Bundesland Bremen über die Kosten für Polizeieinsätze bei Risikospielen die Bremer Position ab.

Bremen. Deshalb werde Niedersachsen auch bei einem gerichtlichen Erfolg des Stadtstaates keine Gebühren bei bestimmten Bundesligapartien erheben. "Polizeieinsätze sind Aufgaben des Staates. Die DFL zahlt Steuern, Werder Bremen zahlt Steuern. Aus diesem Topf werden solche Einsätze bezahlt", sagte Pistorius dem Bremer "Weser-Kurier" (Freitag).

Die niedersächsische Sportminister betonte, dass die allermeisten Probleme mit Ausnahme der "unsäglichen Pyrotechnik" nicht mehr in den Stadien, sondern auf den Reisewegen zu und von einem Spiel passieren. "Ich frage mich ernsthaft, wie man einen Veranstalter finanziell dafür haftbar machen will, dass auf dem Weg zu seiner Veranstaltung gewisse Leute Straftaten begehen, randalieren und andere Menschen verletzen", argumentierte Pistorius.

Das Land Bremen hat der DFL bislang die Einsatzkosten für zwei Risikospiele von Werder Bremen aus dem Jahr 2015 in Rechnung gestellt. Sie belaufen sich auf insgesamt 653 176,11 Euro. Hinzu kommen Forderungen von bis zu 1,1 Million Euro für drei Partien aus der Saison 2015/16, die Bremen angekündigt hat.

Die DFL hält diese Bescheide für rechtswidrig und klagt deshalb beim Verwaltungsgericht Bremen. Dort reichte die Fußball-Dachorganisation zuletzt ihre ausführliche Klagebegründung ein.

dpa


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