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VORBEI:  Am 13. September gab’s das letzte Rennen in Wülfel. Wilfried Holste (oben) plant eine neue Bahn.

 VORBEI: Am 13. September gab’s das letzte Rennen in Wülfel. Wilfried Holste (oben) plant eine neue Bahn.
 © Petrow

Nach dem Aus in Wülfel

Neue Radrennbahn auf dem Expogelände?

Die alte Radrennbahn in Wülfel ist tot – Zeit, eine neue ins Leben zu rufen. So denken zumindest die hannoverschen Radsport-Vereine. Zusammen mit dem Radrennbahn-Verein und dem ersten Vorsitzenden des Radsportbezirks Hannover, Wilfried Holste, haben sie die Interessengemeinschaft Velodrom Hannover gegründet.

Hannover.  „Um das Projekt einer neuen Bahn voranzutreiben“, erklärt der 76-jährige Holste. Da eine neue überdachte Bahn keine Chance hätte, konzentriert sich die Initiative auf den Bau einer Mehrzweckhalle, die auch Platz für andere Sportarten bietet. „Es wird definitiv keine Bahn geben, die nicht in eine Halle integriert ist“, stellt Holste klar. Denn eine Bahn allein würde sich wirtschaftlich nicht tragen.

Kostenpunkt für einen Neubau, wie ihn sich Holste und seine Mitstreiter vorstellen: etwa zwölf Millionen Euro, inklusive Grundstück. Viel Geld, das die Vereine niemals allein aufbringen könnten. Er habe schon diverse Firmen aus der Re­gion angesprochen, die in sein Vorhaben investieren würden. „Finanzieren kann es nur die Wirtschaft“, weiß Holste, der einen Businessplan erstellen lassen will. Das Projekt „muss sich ja rentieren“. Auf eine dicke Finanzspritze der Stadt braucht niemand zu hoffen, sie könnte höchstens unterstützend eingreifen.

Die Gespräche mit der Stadt beim Krisengipfel vergangene Wo­che waren ergebnislos geblieben. Die Stadt erwartet nun schriftliche Vorschläge der Pläne, wie sie den Radsportlern vorschweben. Ein Neubau auf dem Gelände der alten Bahn an der Wilkenburger Straße ist unrealistisch. Zumal der Radrennbahn-Verein sich um ein teures Boden-Gutachten kümmern müsste, da das Grundstück möglicherweise wegen des Schutts des Zweiten Weltkrieges belastet ist.

Holste denkt ohnehin an einen ganz anderen Ort für einen Neubau. „Das Expogelände! Da ist alles, nur keine Radrennbahn“, sagt er, „da wäre auf jeden Fall Platz.“ Holste hat schon vorgefühlt. Das Grundstück würde etwa 4,5 Millionen Euro kosten, die 250 Meter lange Bahn selbst 1,6 bis 1,8 Millionen, die Halle, 150 Meter lang und 70 Meter breit, etwa 5,5 Millionen Euro. Macht in der Summe rund zwölf Millionen Euro.

Ein neues Kapitel im Kampf um eine neue Radrennbahn in Hannover – Fortsetzung folgt …

Von Simon Lange


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