Navigation:
Fußball

NFV: Zwangsaufstieg des SV Wilhelmshaven für unvorstellbar

Der Norddeutsche Fußball-Verband (NFV) schließt die vom SV Wilhelmshaven angestrebte Rückkehr in die Regionalliga Nord zumindest für die laufende Saison kategorisch aus.

Lüneburg. Der Verein kämpft seit Jahren gegen den vom Weltverband FIFA nach der Saison 2013/2014 angeordneten Zwangsabstieg. Nach der Verhandlung beim Bundesgerichtshof (BGH) am Dienstag deutet sich an, dass das höchste deutsche Zivilgericht die Rechtsauffassung des SVW teilt. Das endgültige Urteil wird am 27. September verkündet.

"Da gibt es keinen Plan B. Das sehe ich völlig entspannt", sagte am Mittwoch Jürgen Stebani, Vorsitzender des NFV-Spielausschusses und Spielleiter der Regionalliga Nord, zu einer möglichen juristischen Niederlage des Verbandes. Die Saison in der vierthöchsten deutschen Spielklasse beginnt wie geplant am Wochenende 29. bis 31. Juli mit 18 Mannschaften, ein zusätzlicher Platz für Wilhelmshaven wird nicht frei gehalten. "Das ist völlig unrealistisch und für mich unvorstellbar", sagte Stebani.

Der SV Wilhelmshaven ist inzwischen in die siebtklassige Bezirksliga abgestiegen und startet am 5. August in die Saison. SVW-Präsident Hans Herrnberger sprach aber bei der BGH-Verhandlung bereits von einem "Zwangsaufstieg" und bezeichnete die Wiedereingliederung in die Regionalliga als Ziel des Rechtsstreits. Zudem erhofft sich der Verein, der seit neun Jahren keine Ausbildungsentschädigung für seinen früheren Spieler Sergio Sagarzazu gezahlt hat und der deswegen mehrere Prozesse geführt hat, einen hohen Schadenersatz.

dpa


Bildergalerien Alle Galerien
Anzeige
Anzeige