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Braunschweigs Chris Smith.

Braunschweigs Chris Smith. © Gregor Fischer

American Football

Lions feiern Jubiläumstitel

Die Braunschweig Lions bleiben die Nummer eins im American Football. Der dritte German Bowl-Sieg in Folge war aber kein Spaziergang für den Favoriten.

Berlin. Mit einem Jubiläumssieg haben die Braunschweig Lions ihre Dominanz im American Football eindrucksvoll untermauert. Der 41:31 (20:12-Erfolg gegen die Schwäbisch Hall Unicorns war im 37. German Bowl der zehnte Titel für die Niedersachsen, die zudem zum dritten Mal in Serie triumphierten. "Ich bin sehr stolz auf mein Team", kommentierte Lions-Coach Troy Tomlin den Favoritensieg. "Wir haben auf jede Aktion der Schwaben die richtige Antwort gefunden."

Bei der Neuauflage des Vorjahrs-Endspiels, das die Lions deutlich mit 47:9 gewonnen hatten, lieferten sich beide Teams am Samstag im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark eine Partie auf Augenhöhe. Die Einhörner aus Schwäbisch Hall führten anfangs, die Braunschweiger Löwen holten mit ihren Touchdowns die Rückstände schnell auf. "Am Ende haben wir zu viele Fehler gemacht, um im Duell mit einem Team wie die Lions Meister werden zu können", resümierte Unicorns-Ccoach Siegfried Gehrke.

Er trainiert die Mannschaft seit 1991, die sich trotz der Niederlage für die harsche Pleite von 2014 rehabilitieren konnte, "Es war klar, dass es ein enges Match wird. Das Finale im Vorjahr war eine Ausnahme", sagte sein Kollege Tomlin. Der Braunschweiger Trainer freute sich auch über die Auszeichnung für Evan Landi. Der Lions-Receiver, der neun Pässe fing, wurde zum wertvollsten Spieler des Endspiels ernannt.

"Das Spiel war Werbung für unsere Sportart", bilanzierte Robert Huber, Präsident des American Football Verbandes Deutschland (AFVD). Unter den 12 051 Zuschauern befanden sich rund 4000 Lions-Fans sowie 1000 Anhänger aus Schwäbisch Hall. "Die Berliner halten sich ein wenig zurück, da müssen wir noch mehr gewinnen", sagte Huber. Zum vierten Mal in Serie fand das Finale in der Hauptstadt statt, bis 2017 steht der Austragungsort fest.

Am Rande des German Bowl vergab der Weltverband IFAF die EM-Endrunde 2018 an Deutschland. Gespielt wird das Sechs-Nationen-Turnier in Dresden, Frankfurt/Main und Berlin, wo auch das Finale stattfinden soll. "Die Fördersumme von 400 000 Euro ist die größte in der AFVD-Geschichte und eine Riesenchance für uns", sagt Huber. Die drei Städte und die Bundesländer sichern laut Pressemitteilung den "Großteil des Etats im siebenstelligen Bereich."

dpa


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